Schlachtschweine

Schweinemarkt: Lockdown als Stimmungskiller

Das Angebot schlachtreifer Schweine ist in Österreich ungebrochen hoch, ebenso das Schlachtgewicht. Durch die aktuellen Corona-Entwicklungen wird der schwierige Absatz schlachtreifer Schweine weiter verschärft.

Der seit Anfang November lebhaftere Fleischmarkt verliert durch Corona erheblich an Dynamik. Wie schon bei den letzten Coronawellen konzentriert sich der Engpass in der Wertschöpfungskette auf Schlachtung und Zerlegung. Aber nicht nur fehlende Arbeitskräfte bremsen den Warenstrom. Die zuletzt erfreuliche Sogwirkung seitens Gastronomie und Hotellerie ist abhandengekommen. Rückstaubildung am Lebendmarkt ist folge dessen allgegenwärtig, mehrere Tage Verzögerung bei der Schlachtung ist einzukalkulieren. Das Erzeugerpreisniveau stabilisiert sich auf tiefem Niveau, so hat Spanien nach 21 aufeinanderfolgenden Wochen mit Minusnotierung erstmals wieder eine unveränderte Notierung veröffentlicht.

Auch in Österreich bleibt die Fleischbranche von der jüngsten Corona-Entwicklung nicht verschont. Vereinzelt sind es fehlende Arbeitskräfte die Kopfzerbrechen bereiten, andernorts ist das Bestellwesen stark eingebrochen. Mehr oder weniger umfassende Lockdowns und schwindende Erwartungen beim Wintertourismus sind dabei die aktuellen Stimmungskiller. Das Angebot schlachtreifer Schweine ist ungebrochen hoch, ebenso das Schlachtgewicht. Vor diesem Hintergrund wurde an der Ö-Börse auf unverändertem Vorwochenniveau fixiert.

Die heimische Schlachtschweine-Notierung liegt in der aktuellen Vermarktungswoche bei 1,45 €/kg (Berechnungsbasis: 1,35 €/kg) Schlachtgewicht.