Schweinemarkt: Schleuderaktionen in der EU erhöhen Druck

In Österreich halten sich Angebot und Nachfrage die Waage. Dadurch konnte die Schweinebörse den Mastschweine-Basispreis weiterhin bei 1,17 Euro je kg fixieren. Preisdumping in der EU könnten aber den heimischen Markt unter Druck bringen.

In der Vermarktungswoche von 18. bis 24. Februar 2016 bleibt die Mastschweine-Notierung unverändert bei 1,27 Euro je kg (Berechnungsbasis: 1,17 Euro je kg). (Foto: Archiv) (Bildquelle: )

Das durchschnittliche Schlachtgewicht ist seit Jahresbeginn von 100 kg auf nunmehr 97,5 kg pro Tier zurückgependelt. Auch das frische Angebot hält sich im Rahmen der aktuellen Nachfrage. Dennoch klagt die Abnehmerseite über massive Probleme am Fleischmarkt. Die Schweinebörse konnte die Notierung aber halten. Die Mastschweine-Notierung liegt somit bei 1,27 Euro je kg (Berechnungsbasis: 1,17 Euro je kg).

Die Marktsituation bleibt angespannt. Sollte es in Deutschland zu der bereits angedrohten Hauspreispolitik der Großabnehmer kommen, dann besteht auch in Österreich Preisdruck, schätzt Johann Schlederer von der Schweinebörse die Marktlage ein.

Deutschland: Großabnehmer forderten bereits Preissenkung

Das Preisdumping auf dem EU-Markt für Schweinefleisch erreicht ein noch nie dagewesenes Niveau. Infolge fehlender Absatzmöglichkeiten im Export wird im Teilesektor geschleudert, was das Zeug hält. Bei der Preisbildung für Schlachtschweine in Deutschland (±0) standen die Zeichen in der Kalenderwoche 7 auf Minus. Aufgrund eines keinesfalls drückenden Schweineangebots konnten die Großabnehmer ihre Forderung aber nicht durchsetzen.

Spanien überholt Deutschland beim Schweinebestand

Die spanischen Schweinehalter haben im vergangenen Jahr ihre Bestände dermaßen stark aufgestockt, dass sie ihre Berufskollegen in der BRD von Platz eins in der Europäischen Union verdrängt haben, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Laut vorläufigen Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) wurden im November 2015 insgesamt 28,37 Mio. Schweine in Spanien gezählt, das waren um 6,8% mehr als ein Jahr zuvor. In Deutschland ist die Schweineherde laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im gleichen Zeitraum um 2,8% auf 27,54 Mio. Tiere gesunken, berichtet Agra Europe". Marktexperten gehen davon aus, dass die spanische Schweinefleischerzeugung im laufenden Jahr spürbar zunehmen wird.

Artikel geschrieben von

Sylvia Haury

Redaktions- und Vertriebsassistentin

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