Schweinemarkt: Tiefpreis-Misere dauert an

Es bestehen weiterhin Überhänge an schlachtreifen Schweinen am heimischen Schweinemarkt. Aus diesem Grund notiert die Schweinebörse auf Vorwochenniveau. Fehlende Schlachttage zu Jahresende lassen kaum auf Preisverbesserungen hoffen.

In der aktuellen Vermarktungswoche von 10. bis 16. Dezember bleibt die Mastschweine-Notierung unverändert bei 1,23 Euro je kg (Berechnungsbasis: 1,13 Euro je kg). (Foto: Archiv) (Bildquelle: )

In Österreich arbeitet die Schlacht- und Zerlegebranche auf Volllast und saugt damit etwas mehr Schweine ab als frisch angeboten werden. Dies ist auch erforderlich, da immer noch Überhänge zu verzeichnen sind. Dies führt zu einer durchschnittlichen Abholverzögerung von bis zu fünf Tagen und zu Schlachtgewichten von über 98 kg. Die Preisbildung an der Schweinebörse ergab trotz der überreichlichen Versorgung ein klares Votum für unverändert. Damit bleibt die Mastschweine-Notierung bei 1,23 Euro je kg SG (Berechnungsbasis: 1,13 Euro je kg SG).

Das auf einem Zehnjahrestief liegende Preisniveau dürfte vorerst bis Jahresende andauern. Hoffnungen auf Preisverbesserung in Deutschland wurden von Abnehmern mit dem Hinweis auf fehlende Schlachttage um den Jahreswechsel vehement zurück gewiesen, berichtet Johann Schlederer von der Schweinebörse.

Weihnachtsgeschäft beschleunigt Frischfleisch-Sektor

Bereits seit Wochen arbeitet die Fleischindustrie Richtung Weihnachtsgeschäft auf Volllast. Nun, zwei Wochen vor dem Fest, beschleunigt sich auch das Geschäft bei Frischfleisch. Im Fokus stehen dabei vor allem die Edelteile wie Schinken, Karreerosen und Schweinefilets. Der vorweihnachtliche Höchstbedarf trifft heuer auf ein saisonales Angebot, das sich ebenfalls auf Rekordniveau bewegt.

Vor diesem Hintergrund meldet Deutschland (VEZG-VOM-Basispreis unverändert bei 1,25 Euro je kg SG) flotte Warenströme und ausgewogene Verhältnisse. Unter den namhaften Schweineproduzenten in der EU steht allein Spanien unter Druck. Auf der iberischen Halbinsel wurde die Schweinehaltung gegenüber dem Vorjahr um etwa fünf Prozent ausgeweitet, was den Fleischmarkt offensichtlich überfordert.

Artikel geschrieben von

Sylvia Haury

Redaktions- und Vertriebsassistentin

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Verschärfte Tierhaltungsvorgaben bei Bio

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