Schweinemarkt: Zu hohes Angebot verhindert Preisplus

Maximal ausgelastet laufen aktuell die Schlacht- und Zerlege Bänder am Binnenmarkt. Die fleischwirtschaftlichen Vorbereitungen für Weihnachtsfest und Jahreswechsel erreichen aktuell ihren Höhepunkt. Jedoch konnte die Schweinebörse keine Preisverbesserungen erzielen. Das liegt am hohen Angebot am Lebendmarkt.

Der Lebendmarkt in Österreich ist derzeit permanent von überdurchschnittlich hohem und teilweise über dem Bedarf liegendem Angebot geprägt. (Bildquelle: Heil )

Während in Jahren mit höherem Preisniveau und knapperer Marktversorgung diese Phase auch für positive Erzeugerpreisimpulse genutzt werden kann, fällt heuer dieses Szenario einer anhaltend hohen und locker bedarfsdeckenden Angebotslage am Lebendmarkt zum Opfer. Demzufolge konnte auch in Deutschland (+/- 0,00) trotz lebhafter Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen die preisbildende Vereinigung der EZGs keinen Aufschlag erzielen. Meldungen, wonach Anfragen aus China zunehmen nähren die Hoffnung, dass nächstes Jahr die Exporte Richtung Peking und Shanghai wieder attraktiv sein könnten.

Fleischbrache arbeitet auf Volllast

In Österreich zeigt sich die Marktlage seit zwei Monaten weitgehend unverändert. Einerseits ist der Lebendmarkt permanent von überdurchschnittlich hohem und teilweise über dem Bedarf liegendem Angebot geprägt. Andererseits arbeitet seit Anfang November die Fleischbranche auf Volllast und trotzdem sind keine Verknappungsbereiche zu verzeichnen. Hohe Schlachtgewichte sorgen zudem für reichlich Rohstoff in der Wurst- und Schinkenfertigung. Vor dem Hintergrund eines abermals gut bedarfsdeckenden frischen Angebotes wurde auch der Ö-Börse auf Vorwochenniveau fixiert. Somit bleibt die Mastschweine-Notierung weiterhin bei 1,37 €/kg (Berechnungsbasis: 1,27 €/kg) Schlachtgewicht.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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