Mastschweine

Schweinepreise: Krise verschärft sich

Der Fleischmarkt und der Drittlandexport schwächeln weiter. Für Österreich bedeutet das ein Minus bei der Schlachtschweine-Notierung.

Das Warten auf absatzbelebende Impulse am Binnenmarkt und beim Export Richtung Asien geht in die Verlängerung. In den meisten EU-Ländern dämpfen die aktuellen COVID-Entwicklungen die Hoffnung auf Belebung, die Mittelmeerländer spüren bereits den Urlauberschwund. Bestellungen aus Asien bleiben zurzeit nahezu gänzlich aus, wenn überhaupt haben sie bestenfalls Entsorgungscharakter. In Deutschland (+/- 0,00) sind die Marktteilnehmer nach der letztwöchigen Preiskorrektur um Stabilisierung bemüht, was im Süden eher als im Norden der Marktrealität entspricht.

Keine gänzliche Markträumung geschafft

In Österreich gelang erstmals seit April keine gänzliche Markträumung. Grund dafür war die Reaktion namhafter Schlachtbetriebe, die infolge der angewachsenen Preisdifferenz zu Deutschland manch internationales Geschäft nicht durchführten. Ansätze auf Belebung signalisiert der Fleischmarkt in Wien und Umgebung, wo rückkehrende Urlauber wieder gusto auf Schweinefleisch zeigen. Gleichzeitig dämpfen die Ausgaben zum Schulbeginn zu große Erwartungen. Vor dem Hintergrund eines spürbar anziehenden Angebotes und im Hinblick auf das Verhältnis zum europäischen Preisgefüge wurde die Notierung an der Ö-Börse um 5 Cent reduziert.

Die Schlachtschweine-Notierung liegt in der aktuellen Vermarktungswoche bei 1,54 €/kg (Berechnungsbasis: 1,44 €/kg) Schlachtgewicht.