Schweineproduktion leicht rückläufig

Die Bruttoeigenerzeugung an Schweinen wird heuer in Österreich voraussichtlich leicht sinken. Die jüngsten Prognose der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft geht von 5,1 Mio. Tieren aus. Dies entspricht einem Rückgang um 0,9% gegenüber 2010.

Konkret soll die Produktion im ersten Quartal 1,28 Mio. Schweine, im zweiten und im dritten jeweils 1,25 Mio. Stück und im vierten Quartal 1,32 Mio. Tiere betragen. Die Bundesanstalt geht in ihrer Prognose von der Schweinebestandserhebung im Dezember 2010 aus und berücksichtigt auch die durch die Circoviren-Impfung sich ergebende höhere Produktivität. Die Dezember-Zählung ergab einen Gesamtbestand von rund 3,13 Mio. Schweinen. Das ist ein ganz leichter Rückgang um 0,1%. Die Zahl der Ferkel nahm um 0,6% zu, die der Schweine von 20 bis 50 kg blieb gleich. Die Mastschweine legten zahlenmäßig um 0,1% zu, wobei die Kategorie 50 bis 80 kg ein Plus von 2% aufwies, während jene mit 80 bis 110 kg um 0,7% und die Kategorie Mastschweine über 110 kg um 6,9% abnahm. Der Zuchtsauenbestand verkleinerte sich um 3%. Die Zahl der gedeckten Sauen verringerte sich um 1,3%, jene der ungedeckten Sauen sank um 7,1%.

Weniger Lebendschweine importiert

Laut Berechnungen der Bundesanstalt wurden im Jahr 2010 rund 5,58 Mio. Schweine in Gewerbebetrieben geschlachtet, um 0,7% mehr als im Jahr zuvor. Dazu kamen noch rund 55.000 Hausschlachtungen. Die vorläufige Bruttoeigenerzeugung war mit 5,146 Mio. Stück die höchste seit 1999. Das bedeutet eine Zunahme um 1,5% gegenüber 2009. Der vorläufige Inlandsabsatz sank um 2,2% auf 4,83 Mio. Schweine. Wie schon in den vergangenen Jahren zeigte auch 2010 der Außenhandel mit Lebendschweinen und Schweinefleisch laut vorläufigen Zahlen der Statistik Austria zum Teil deutliche Dynamik. So sanken im Jahresvergleich die Lebendschweine-Importe um 5,8% auf rund 607.000 Stück, während die Exporte um 2,7% auf 121.000 Stück zunahmen. Die Fleischeinfuhren betrugen umgerechnet etwa 1,90 Mio. Stück, was einer Abnahme um 5,1% entspricht. Die Ausfuhren von Schweinefleisch konnten um 1,7% auf 2,66 Mio. Stück gesteigert werden. Insgesamt wurden somit umgerechnet rund 2,51 Mio. Schweine importiert und 2,78 Mio. exportiert werden. Das ergab einen vorläufigen Exportüberhang im Ausmaß von 265.000 Stück, das waren um 190.000 Tiere mehr als 2009.


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