Schweineproduktion soll heuer um 1,9% sinken

Die österreichische Schweineproduktion dürfte heuer sinken. Die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft geht in ihrer jüngsten Prognose von einer Bruttoeigenerzeugung von rund 5 Mio. Schweinen aus. Dies wäre ein Rückgang um 1,9% gegenüber dem Jahr 2011.

Schweine

(Bildquelle: )

Konkret soll die heimische Produktion im ersten Quartal 1,22 Mio. Stück ausmachen, im zweiten Quartal 1,19 Mio. Stück, im dritten 1,28 Mio. und im vierten Quartal 1,31 Mio. Stück.

Die Bundesanstalt geht in ihrer Prognose vom Schweinebestand zum Stichtag 01.12.2011 aus. Da hatte die Statistik Austria im Rahmen der Allgemeinen Viehzählung einen Gesamtschweinebestand von rund 3 Mio. Stück erhoben. Das bedeutet im Jahres-vergleich einen Rückgang um 4,1%.

Die Zahl der Ferkel nahm dabei um 6,1% ab und die der Schweine von 20 bis 50 kg um 4,2%. Der Mastschweinebestand verringerte sich ebenfalls, und zwar um 3,1%, wobei die Kategorie 50 bis 80 kg um 5,3% und jene mit 80 bis 110 kg um 1,2% geringer ausfiel, während die Mastschweine über 110 kg zahlenmäßig um 1% zunahmen. Der Zuchtsauenbestand hat sich um 3,2% verkleinert. Die Bestände an gedeckten Sauen schrumpften um 5,4%, wobei die erstmals gedeckten Zuchtsauen ein Minus von 2,5% aufwiesen. Die Anzahl der ungedeckten Sauen erhöhte sich um 2,4%, wobei die Menge der noch nie gedeckten Jungsauen um 12,3% größer ausfiel.

Bruttoeigenerzeugung fiel 2011 geringer aus

Im Jahr 2011 wurden hierzulande rund 5,56 Mio. Schweine in Gewerbebetrieben geschlachtet, um 0,4% weniger als im Jahr davor. Dazu kamen noch 45.400 Hausschlachtungen.

Wie schon in den vergangenen Jahren zeigte auch 2011 der Außenhandel mit Lebendschweinen und Schweinefleisch eine mehr oder weniger große Dynamik. Die Lebendtier-Importe nahmen im Jahresvergleich um 1,5% auf 616.000 Stück zu. Die Exporte verringerten sich um 6,1% auf 114.000 Tiere. Der Ferkelanteil betrug bei den Importen etwa 118.000 und bei den Exporten 104.000 Stück. Die Fleischeinfuhren betrugen umgerechnet rund 2 Mio. Tiere, was einer Zunahme um 5,3% entspricht. Die Exporte von Schweinefleisch stiegen um 7,2% auf umgerechnet 2,85 Mio. Stück. Das bedeutet, insgesamt wurden 2,62 Mio. Schweine importiert und 2,96 Mio. exportiert. Das ergab einen vorläufigen Exportüberhang im Ausmaß von 338.000 Stück, das sind um 73.000 Stück mehr als 2010.

Aus den genannten Schlachtungs- und Außenhandelszahlen errechnet die Bundesanstalt für 2011 eine vorläufige Bruttoeigenerzeugung von 5,1 Mio. Stück. Das entspricht einer Abnahme um 0,9% gegenüber 2010. Der vorläufige Inlandsabsatz sank um 2,3% auf rund 4,71 Mio. Schweine.

Erzeugerpreise stiegen um 9,8%

Der Erzeugerpreis für Schlachtschweine stieg 2011 laut Statistik Austria im Jahresdurchschnitt um 9,8% auf EUR 1,52 je kg Schlachtgewicht. Die Ferkelpreise erhöhten sich im Mittel um 1,2% auf EUR 1,99 je kg Lebendgewicht. Die Erlöse für Zuchtsauen gaben leicht um 0,2% auf EUR 394,- pro Stück nach. (AIZ)


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