Tag der offenen Stalltür: 1000 Besucher bei Schweinebauern

Mindestens 1000 interessierte Besucher leisteten der Einladung der vier Saugut-Bauern Folge und schauten am 20. und 21. Mai hinter die Türen der Betriebe. Wir sind überwältigt von diesem Besucheransturm. Die Resonanz war sehr positiv, so Saugut-Obmann Werner Pail. Bitterer Beigeschmack: Obwohl die Landwirte ihre Türen öffneten, brach der Verein gegen Tierfabriken (VGT) vorab in einige der Ställe ein und veröffentlichte die Bilder im Rahmen einer Gegenkampagne.

Helmut Rumpf führte die Besucher durch seinen Betrieb und beantwortete deren Fragen. Fotos: Styriabrid (Bildquelle: )

Mit den Betrieben Rumpf und Jeitler gaben zwei kombinierte Betriebe (Schweinezucht und –Mast) und mit den Betrieben Pail und Trummer zwei reine Mastbetriebe tiefe Einblicke in die Arbeit auf ihren Bauernhöfen. Die Informationspalette war auf jeden Betrieb sehr breit gestreut und es gab neben den Stallführungen auch viele Informationen zu Entwicklung der heimischen Schweinehaltung, Gülleausbringung, Kreislaufwirtschaft, Ackerbau und Fütterung und vieles mehr. Für die Kleinsten gab es auf jeden Betrieb ein eigenes Kinderprogramm, Schweindl zum Anfassen und nach der richtigen Beantwortung von einigen kniffligen Fragen eine Urkunde zum „Bauernhofexperten“ samt coolen Saugut-Präsenten. Regionale Schmankerln und geselliges Beisammensein mit vielen tollen Diskussionen machten für die Saugut-Bauern den Tag zu einen unvergesslichen Erlebnis und einer Aktion die auf jeden Fall jedes Jahr stattfinden muss.

So sieht moderne Gülleausbringung aus. Am Tag der offenen Stalltür erfuhren die Besucher, was hinter der Kreislaufwirtschaft steckt.

Auch Bernhard und Christine Trummer luden zum Tag der offenen Stalltür.

Der Betrieb Jeitler war der vierte Betrieb, der seine Türen öffnete und für das leibliche Wohl der Besucher sorgte.

Unverständnis für Stalleinbrüche samt VGT Gegenkampagne

Das man nächtlich in Stallungen von Bauern einbricht, die ohnehin ihre Türen für jedermann öffnen, sorgte im Umfeld der Betriebe für Unverständnis. Obwohl bei der hetzerisch inszenierten Pressekonferenz vom VGT klar zum Ausdruck kam, dass auf keinen der gezeigten Bilder ein Gesetzesverstoß zu sehen ist, haben sich alle vier betroffenen Betriebe freiwillig bereit erklärt, sich einer ausführlichen amtlichen Kontrolle zu unterziehen. Dies wurde der Tierschutzombutsstelle am 22. Mai 2017 mitgeteilt. Wir möchten nichts im Raum stehen lassen, wir haben nichts zu verbergen und möchten mit damit die restlichen Zweifel beseitigen, so Obmann von Saugut Werner Pail, der mit seinem Betrieb auch selbst Opfer der VGT Kampagne wurde.

Dem Betrieb von Saugut-Obmann Werner Pail stattete der Verein gegen Tierfabriken einen nächtlichen Besuch ab.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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Kommentar: Selbstverursachtes Bio-Chaos

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