Weniger ist mehr, Spitzenleistungen von den Sauen bis zur Mast

30 abgesetzte Ferkel je Sau und Jahr. Das sei nur über eine hohe Tiergesundheit und die strikte Futterzuteilung in allen Produktionsphasen zu erreichen. So lautet das Erfolgskonzept von Roland Paschkowski, der damit zu den deutschen Spitzenreitern zählt.

(Bildquelle: )

Für einen geringen Futterverbrauch müssten die Jungsauen so früh als möglich gedeckt werden. Die Deckreife bemisst der Betriebsleiter nach dem Alter. Die Sauenprofis aus Gebshorn in der Lüneberger Heide belegen ihre Jungsauen bereits ab einem Lebendgewicht von 135 kg. Diese würden den Abferkelbereich mit guten Körperkonditionen verlassen. „Je weniger die Körperkondition schwankt, desto weniger Futter benötigt das Muttertier“, erklärt Paschkowski in der Fachzeitschrift SUS. Das Futter ist im Deckzentrum und während der Wartezeit knapp bemessen. „Man muss die Rippen zu jeder Phase der Trächtigkeit gut tasten können“, unterstreicht der zweite der beiden Betriebsleiter. Die Tölner & Paschkowski KG verfüttert ca. 1.050 kg Futter pro Sau und Jahr. 14 lebend geborene Ferkel sind für den Profi die Messlatte und sorgt für einen Kostenvorteil von 50 € je Sau.
 
Die Säugezeit grenzt er auf drei Wochen ein. Auch der Wurfausgleich sei unentbehrlich. Bis zum zehnten Tag lässt Paschkowski 14 Ferkel an der Sau, um alle Gesäugekomplexe zu aktivieren, danach reduziert er auf 12. Die überzähligen starken Ferkelzieht der Betriebsleiter in einem separaten Ammenabteil mit Hilfe einer automatischen Milchtränke auf.

Die Betriebsführer setzen auf das Closed-Herd-System mit einer Kernherde von rund 100 Large-White-Sauen. „Besonders fatal sind schleichende Krankheiten“, erklärt Paschkowski. Deshalb wählt er mit seinem Sauenplaner nur die Sauen mit den besten Indexwerten für die Nachzucht aus. Neue Genetik komme ausschließlich über das Sperma in den Betrieb und beuge dadurch Krankheiten vor.
 
 

Artikel geschrieben von

Sylvia Haury

Redaktions- und Vertriebsassistentin

Schreiben Sie Sylvia Haury eine Nachricht

Kommentar: Selbstverursachtes Bio-Chaos

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen