Zeitungs-Anzeige sorgt für Unmut unter Schweinebauern

Eine gestern im Kurier abgedruckte Anzeige über die Ferkelkastration verärgert Schweinebauern. Veröffentlicht wurde die Anzeige von der Plattform „United Creatures“, hinter der Tierschutzorganisationen und andere NGOs stehen.

(Bildquelle: )

Gefordert wird darin das Ende der betäubungslosen Ferkelkastration. Schuldig bleiben die Verantwortlichen allerdings Alternativen. Es heißt zwar, es gebe welche. Nur werden keine genannt.
 
Schweinebauern fühlen sich ob dieser Anzeige an den Pranger gestellt. Schließlich werden Ferkelkastrationen bereits seit Anfang 2011 unter Verwendung von Schmerzmitteln durchgeführt. Die Kastration männlicher Ferkel ist aus Sicht des Verbandes der Österreichischen Schweinebauern eine zuverlässige Methode zur Sicherung der Fleischqualität, auf die zum aktuellen Zeitpunkt nicht verzichtet werden kann.

Im übrigen erwarten sich Landwirte hier künftig mehr Unterstützung von tierärztlicher Seite. Sauenhalter Franz Schachinger aus Polling in Oberösterreich fordert: „Die Veterinäre müssen uns sagen, was wir tun sollen!“  

Zur Anzeige fügt Schachinger hinzu: „Sie zeigt, wie professionell man Aktionismus betreiben kann. Soviel Professionalität würde ich mir in unserer Vertretung wünschen.“
 
Was mehrere von uns befragte Schweinehalter neben dem Thema in der Anzeige selbst übel aufstößt, ist die Tatsache, dass diese vom Kurier abgedruckt wurde. „Wie ist es möglich, dass eine zur Raiffeisengruppe gehörende Zeitung dies aufgreift“, so ein steirischer Bauer. Zur Info: Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ist gemeinsam mit der RZB und der Uniqua über diverse Holdinggesellschaften mehrheitlich an der Kurier Zeitungsverlag und Druckerei GmbH beteiligt.

 

 
 

Artikel geschrieben von

Torsten Altmann

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