Schweinfleischkennzeichnung "sus" gestartet

Autor: Importuser

LKR Lederhilger, Minister Berlakovich und AMA-Chef Mikinovic stellten das neue Schweinefleischkennzeichnungs-System vor. Foto: Bernauer
LKR Lederhilger, Minister Berlakovich und AMA-Chef Mikinovic stellten das neue Schweinefleischkennzeichnungs-System vor. Foto: Bernauer

Nach einem Probejahr geht "sus", das Kennzeichnungs-programm für Schweinfleisch, mit März 2011 in den Echt-betrieb. 40% der österreichischen Schweine von 30 der größten österreichischen Schlachthöfe sind bereits mit "sus" gekennzeichnet. Das Kennzeichnungssystem soll die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Schweinefleisch gewährleisten.



Kein Mehraufwand für den Landwirt

Alle beteiligten Marktstufen der Schweinefleischproduktion sind miteinbezogen. Die Tiere werden gemäß Tierkennzeichnungsverordnung bei den Landwirten gekennzeichnet. Jeder Transport zum Schlachtbetrieb muss durch den sogenannten Viehverkehrsschein dokumentiert werden. Am Schlachtbetrieb sowie auch am Zerlegebetrieb erfolgt die Kennzeichnung mittels Etikett direkt am Schlachtkörper bzw. an den Teilstücken. Österreichische Schweinebauern sind im EU-Vergleich besonders klein strukturiert. Laut LKR Walter Lederhilger, Obmann des Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS), soll mit "sus" diese Kleinstrukturierung unterstützt werden. Die Teilnahme am "sus" Kennzeichnungssystem ist freiwillig. Schlacht- und Zerlegebetriebe sowie der Lebensmittelhandel und gewerbliche Fleischer erwerben dafür eine Lizenz.

"sus" ist ein reines Absicherungssystem

In Österreich gibt es derzeit keine gesetzliche Definition der Herkunft von Schweinefleisch und keine gesetzliche Verpflichtung an einem Schweinefleischkennzeichnungssystem teilzunehmen. Das Kennzeichnungssystem "sus" soll diese Systemlücke, am Vorbild des Rindfleischkennzeichnungssystems "bos", schließen und damit dem Konsumenten ermöglichen, eine freie Entscheidung für die Wahl der Herkunft des Schweinefleisches zu treffen. Die Kriterien werden von den Produzenten selbst festgelegt. Es gibt keine konkreten Vorgaben. Die definierten Angaben müssen nachvollziehbar und absolut unmissverständlich sein. Beispiel dafür: Die "Herkunft" ist im Rahmen von "sus" so definiert, dass die Geburt, Mast und Schlachtung in ein und dem selben Land erfolgen müssen. Die Kennzeichnung auf Verarbeitungsprodukte erfolgt auf freiwilliger Basis. Wird ein Verarbeitungsprodukt mit "aus Österreich" deklariert, so muss der Konsument auf die Ehrlichkeit des Produzenten vertrauen. Jedoch kann die Lebensmittelsaufsichtsbehörde durch "sus" die Echtheit dieser Bezeichnung überprüfen. Bei falscher Deklaration wird dies sanktioniert. Die Marken "Tullnerfeld Schwein", "Donauland Schwein", "Kärntner Schwein", "Steira pur" und "IlgeŽs Schweine aus Kärnten" gehören bereits zu den abgesicherten Programmen. Mit der "sus" Kennzeichnung soll nun die Basis für künftige klare Herkunftsangaben auch in der Fleischverarbeitung und Gastronomie geschaffen werden.

Schlagworte

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