Prof. Karl Prillinger 80 Jahre alt

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Karl Prillinger wurde unter anderem mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes OÖ (1998), dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (2004) sowie mit dem Berufstitel „Kommerzialrat“ (2009) ausgezeichnet.
Quelle: privat/Franz Edlbauer

Der ehemalige Eigentümer des Welser Landtechnikunternehmens Prillinger, KR Prof. Karl Prillinger feierte dieser Tage seinen 80. Geburtstag, berichtet das Unternehmen in einer aktuellen Presseaussendung.

Der gelernte Müller begann im Jahr 1958 nach der Schließung des elterlichen Mühlenbetriebes in der damals von seinen Eltern neu gegründeten Landmaschinenproduktion Feldherr mitzuarbeiten. Bereits im Jahr 1961 startete Karl Prillinger mit dem Aufbau eines Ersatzteilegroßhandels als zweites Standbein des Unternehmens.

Nach dem Tod seiner Eltern im Jahr 1975 übernahm Karl Prillinger zusammen mit seinem Bruder Erwin das Unternehmen, wobei er sich auf das Ersatzteilegeschäft konzentrierte und dieses weiter ausbaute. Ab 1982 führte Prillinger das Unternehmen alleine weiter und baute die Produktion und den Großhandel von Ersatzteilen weiter aus. Die Landmaschinenproduktion wurde 1989 eingestellt.

In den 1990er Jahren gründete Karl Prillinger Tochterunternehmen in den östlichen Nachbarländern. Im Jahr 2000 zog sich Prillinger aus der operativen Unternehmensführung zurück und konzentrierte sich nun auf die strategische Führung des Unternehmens. In dieser Phase wurde der Ersatzteilevertrieb auch auf die westlichen Nachbarländer ausgeweitet. 2008  zog sich Karl Prillinger aus seinem Unternehmen, das mittlerweile auf einen Jahresumsatz von 47 Mio. € und 200 Mitarbeiter verweisen konnte, gänzlich zurück und übergab dieses an seine Tochter Anna-Maria sowie Schwiegersohn Franz Edlbauer, die das Unternehmen seither führen.

Seit 1997 sammelt Karl Prillinger überdies Prospekte alter Landmaschinen mit dem Ziel, die Entwicklung der Landtechnik umfassend zu dokumentieren. Sein agrarhistorisches Archiv umfasst mittlerweile rund 800.000 verschiedene Belege, die bis in das Jahr 1680 zurückreichen, und ist damit die größte bekannte Sammlung dieser Art in Mitteleuropa.

Durch seine langjährige Sammler- und Forschertätigkeit ist Karl Prillinger zur ersten Anlaufstelle für das Thema „Historische Landtechnik“ im deutschsprachigen Raum geworden und trägt dazu bei, dass sie in strukturierter und leicht zugänglicher Form der Nachwelt erhalten bleibt. Für dieses Engagement als Sammler wurde Karl Prillinger im Jahr 2015 mit dem Berufstitel „Professor“ geehrt. Prof. Karl Prillinger lebt mit seiner Gattin Aloisa in Wels, hat fünf Töchter und sechs Enkelkinder.

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