AGCO: Umsatz legt weltweit zu - bis auf Nordamerika

Martin Richenhagen
Quelle: AGCO

Der US-Landtechnikkonzern AGCO hat für das zweite Quartal 2017 einen Nettoumsatz von ca. 2,2 Mrd. USD ausgewiesen, was einen Anstieg von ca. 8,5 % gegenüber dem zweiten Quartal 2016 bedeutet. Der Gewinn für das zweite Quartal 2017 betrug 1,14 USD je Aktie, das bereinigte Konzernergebnis ohne Restrukturierungsaufwendungen 1,15 USD je Aktie.

Im zweiten Quartal 2016 standen dem ein ausgewiesener Reingewinn von 0,61 USD je Aktie und ein bereinigtes Konzernergebnis abzüglich Restrukturierungsaufwendungen und einer nicht zahlungswirksamen Anpassung der latenten Ertragssteuern von 1,02 USD je Aktie gegenüber. Abzüglich der ungünstigen Währungseffekte von ca. 2,0 % stieg der Nettoumsatz im zweiten Quartal 2017 im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 um ca. 10,5 %.
 
Der Nettoumsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 beläuft sich auf ca. 3,8 Mrd. USD, was einen Anstieg von ca. 6,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet. Abzüglich der ungünstigen Währungseffekte von ca. 1,5 % stieg der Nettoumsatz in den ersten sechs Monaten 2017 um ca. 8,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

In den ersten sechs Monaten 2017 betrug der ausgewiesene Gewinn 1,02 USD je Aktie, das bereinigte Konzernergebnis ohne Restrukturierungsaufwendungen und einen nicht zahlungswirksamen Aufwand im Zusammenhang mit dem Verzicht auf aktienbasierte Vergütung 1,13 USD je Aktie. In den ersten sechs Monaten 2016 standen dem ein ausgewiesener Gewinn von 0,70 USD je Aktie und ein bereinigtes Konzernergebnis ohne Restrukturierungsaufwendungen und eine nicht zahlungswirksame Anpassung der latenten Ertragssteuern von 1,12 USD je Aktie gegenüber.
 
Zweite Quartal

  • Regionale Umsätze(1): Nordamerika -4,0 %, Europa/Mittlerer Osten („EME“) +8,7 %, Südamerika +23,8 %, Asien/Pazifik/Afrika („APA“) +31,7 %
  • Um Währungseffekte bereinigte regionale Umsätze(1)(2): Nordamerika -3,2 %, EME +12,5 %, Südamerika +18,4 %, APA +34,2 %
  • Regionale operative Margen: Nordamerika 4,8 %, EME 13,6 %, Südamerika 1,0 %, APA 3,5 %
  • Der Ausblick für das Gesamtjahr sowohl für Nettoumsatz und Gewinn je Aktie wurde angehoben
 
(1)Verglichen mit dem zweiten Quartal 2016
(2)Ohne die Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Siehe Anhang.

„AGCO hat im zweiten Quartal trotz der schwierigen Marktbedingungen sowohl seinen Umsatz als auch seinen Gewinn verbessern können“, sagte Martin Richenhagen, AGCOs Chairman, President und Chief Executive Officer. „Die verbesserten Ergebnisse sowie die angehobene Prognose für das Gesamtjahr basieren auf der stärkeren Nachfrage und den höheren Margen in unserer Region Europa/Mittlerer Osten. Das Umsatz- und Gewinnwachstum von AGCO spiegelt auch den Erfolg unserer Maßnahmen zur Kostenreduzierung, zur Steigerung der Effizienz unserer Fabriken und zur Entwicklung neuer Produkte wider. Trotz der anhaltenden Schwäche in unseren Hauptmärkten werden wir uns weiterhin darauf fokussieren, unsere Wettbewerbsposition auszubauen und unsere Margen zu verbessern, indem wir in neue Technologien, Produktivitätsverbesserungen und die Entwicklung neuer Märkte investieren.“

AGCO Zahlen

„Bei den Erzeugerpreisen gab es gegenüber dem letzten Jahr keine wesentlichen Veränderungen. Darüber hinaus könnten die schlechten Wetterbedingungen in vielen der wichtigsten getreideproduzierenden Staaten der USA für schlechtere Erträge sorgen“, so Richenhagen weiter.

Trotz dieser schwierigen Bedingungen in der frühen Anbauzeit geht das USDA davon aus, dass die weltweiten Getreidevorräte 2017 steigen werden, sodass der Preisdruck bestehen bleiben wird. Nachdem die weltweite Nachfrage über mehrere Jahre hinweg abgenommen hatte, stabilisiert sie sich dadurch, dass manche Landwirte ihre Maschinen wieder in gewöhnlicheren Abständen ersetzen, jetzt weiter.

Im ersten Halbjahr 2017 nahm der Umsatz in Nordamerika aufgrund der anhaltenden Schwäche bei den Reihenkulturen ab. Die Verkaufszahlen von Großtraktoren, Heumaschinen und Einrichtungen für die Aufbewahrung und Verarbeitung von Getreide lagen unter denen des Vorjahres. Auch über das Gesamtjahr 2017 wird die Nachfrage in Nordamerika niedriger als 2016 erwartet.  Der Absatz in Westeuropa ist in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 nur leicht zurückgegangen. Die schwache Nachfrage in der Ackerbaubranche wurde teilweise von einem freundlicheren Umfeld in der Milch- und Viehwirtschaft kompensiert, erklärte Richenhagen.

Der stärkste Umsatzrückgang war in Frankreich zu verzeichnen, wo die hohen Verkaufszahlen im ersten Halbjahr 2016 durch steuerliche Anreize bedingt waren. Das Wachstum in Großbritannien, Spanien und Italien konnte den Rückgang in Frankreich zu einem großen Teil kompensieren.

Für das Gesamtjahr 2017 wird die Nachfrage in Westeuropa im Vergleich zu 2016 weitgehend unverändert erwartet. Der Absatz in Südamerika nahm in den ersten sechs Monaten 2017 zu, da die Nachfrage in Brasilien nach dem niedrigen Niveau im ersten Halbjahr 2016 stark wuchs. Stärker fördernde Regierungsmaßnahmen in Argentinien stimulieren das Wachstum weiter.

Über das Gesamtjahr 2017 wird die Nachfrage in Südamerika höher erwartet. Der Umsatz in den letzten sechs Monaten des Jahres wird verglichen mit 2016 relativ unverändert erwartet. "Unser langfristiger Ausblick über das aktuelle Geschäftsumfeld hinaus bleibt optimistisch. Die steigende Nachfrage nach Getreide stärkt den Agrarsektor und wird zu gesundem Wachstum in unserer Branche führen", so der AGCO-Chef.

Quelle: top agrar Online

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