Claas überarbeitet Quader- und Rundballenpressen

Claas Quadrant
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Claas hat seine Quaderballenpresse Quadrant sowie die Rundballenpresse Rollant überarbeitet.
 
Neue Features bei der Quadrant
 
Für die Quaderballenpressen der Quadrant Baureihe führt Claas ab der nächsten Saison zahlreiche neue Ausstattungsoptionen ein. Die Quadrant Modelle 4200, 5200 und 5300 können dann unter anderem mit einer integrierten Ballenwaage und einer High-End-LED-Beleuchtung ausgerüstet werden. Darüber hinaus steht die herausziehbare Messerschublade jetzt auch für das Modell Quadrant 4200 zur Verfügung.
 
Verfügbar ist auch eine integrierte Ballenwaage in der Ballenrampe. Der eigentliche Wiegevorgang erfolgt während des Arbeitsprozesses automatisch bei jedem Ballen, so dass keine Verzögerungen beim Pressen entstehen. Das Wiegen der Ballen ist bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 20 km/h möglich. Die Abweichung der Messwerte beträgt unter normalen Arbeitsbedingungen maximal +/-5 kg.
 
Der Fahrer kann das Gewicht der einzelnen Ballen direkt auf dem Display des ISOBUS Bedienterminals in der Kabine ablesen. Zudem werden alle Ballengewichte bezogen auf den Auftrag beziehungsweise die Fläche gespeichert und können beim Lohnunternehmereinsatz als Nachweis für eine ordnungsgemäße Arbeit ergänzend zur Abrechnung herangezogen werden. Über das Claas Telematics System können darüber hinaus mithilfe der Ballengewichte der Gesamtflächenertrag und die Ertragsverteilung für jeden Schlag als zusätzlicher Kundenservice erstellt werden. Eine Ertragskarte zeigt dabei den Ort der Ballenablage, das Gewicht der Einzelballen sowie die Ballenfeuchte.
 
Die Quadrant Modelle 4200, 5200 und 5300 können optional mit einer neuen High-End-LED-Beleuchtung ausgerüstet werden, die aus insgesamt sieben zusätzlichen, hochwertigen Schweinwerfern besteht.

Für die Quadrant 4200 ist darüber hinaus als Option eine herausziehbare Messerschublade verfügbar, die bereits von den Quadrant Modellen 5200 und 5300 bekannt ist. Das einfache Herausziehen der Schublade soll die Zeit für die Reinigung und den kompletten Wechsel der Messer von einer Stunde auf etwa 15 Minuten verkürzen, heißt es. Die genannten neuen Features stehen zur Ernte 2018 zur Verfügung.
 
Rundballenpresse Rollant 620 jetzt auch mit Raffersystem

Claas Rollant
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Ab der kommenden Saison wird die Rollant 620 Baureihe um ein zusätzliches Modell mit Raffersystem ergänzt. Die neue Rundballenpresse soll dank Raffer hohe Durchsatzleistungen bei geringem Kraftbedarf erreichen, erklärt Claas weiter.
 
Die Option mit Raffern bietet sich vor allem für eigenmechanisierte Betriebe an, die regelmäßig trockenes Heu und Stroh auf schwierigen Flächen mit Unebenheiten oder Hangneigung ernten. Trotz hoher Leistung bei Durchsatz und Ballendichte, genügen für den optimalen Einsatz der Rollant 620 Traktoren mit einer vergleichsweise geringen Motorleistung ab 80 PS. Die Rollant 620 mit Raffersystem verfügt über eine Pickup mit einer Arbeitsbreite von 1,85 m, die Presskammer hat einen Durchmesser von 1,50 m. Die Raffer ziehen das Erntegut kontinuierlich von der Pickup und fördern es aktiv in die Presskammer.
 
Das neue Rollant 620 Modell ist mit dem Claas Operator Terminal ausgestattet, das die Bedienung der Presse leicht und übersichtlich machen soll. Mithilfe des Terminals kann sich der Fahrer laufend wichtige Maschinenzustände wie den Pressdruck und die Bindung anzeigen lassen. Zusätzlich erhält er Informationen zur Öffnung der Heckklappe und zum Stand der Rampe (oben/unten). Bei Bedarf ist auch eine Bindestartverzögerung per Terminal möglich, genauso wie die Vorwahl von Netz oder Garn. Darüber hinaus verfügt der Operator über einen automatischen Tages- und Gesamtballenzähler.  Die Rollant 620 ist als Raffermaschine für die Ernte 2018 erhältlich.
 
Rollant 400 Uniwrap mit neuer variabler Ballenbindung

Claas Uniwrap
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Claas bietet für die Rundballenpressen der Rollant 400 Uniwrap Familie ein neu entwickeltes System für die Bindung der Ballen in der Presskammer an. Statt der üblichen Netzbindung können die Rundballen nun erstmals auch mit Mantelfolie gebunden werden. Die Netzbindung ist nach wie vor möglich, genauso wie der schnelle Wechsel zwischen Netz und Mantelfolie ohne Umbaumaßnahmen. Zudem ist die neue Rundballenpresse serienmäßig mit einer Rollenrampe ausgerüstet, die das Nachlegen neuer Rollen wesentlich erleichtert.
 
Bei der Mantelfolienbindung gibt es im Arbeitsverlauf bis auf das Bindematerial keine Unterschiede zur gängigen Netzbindung. Hat ein Ballen in der Presskammer die gewünschte Größe erreicht, wird er automatisch mit bis zu acht Folienlagen gebunden. Anders als beim Netz ragen die Folienlagen einige Zentimeter über die seitlichen Ballenränder hinaus. Beim anschließenden Wickeln des Ballens auf dem Wickeltisch müssen deshalb nicht wie üblich sechs Wicklungen vorgenommen werden, sondern es können Folienlagen eingespart werden. Zudem entfällt durch die Mantelfolienbindung das mühsame Trennen von Netz und Folie beim Öffnen der Ballen und erleichtert so die Handhabung und ordnungsgemäße Entsorgung der Ballenverpackung.
 
Wie viele Folienlagen beim Wickeln gewünscht sind, kann der Lohnunternehmer in Absprache mit seinen Kunden festlegen. Je sicherer die Ballen gelagert werden können, desto weniger Folienlagen sind erforderlich. Das System bietet die Möglichkeit, beim Wickeln zwischen 1,2 und 8,0 Lagen frei zu wählen. Die Einstellung kann der Fahrer jederzeit bequem von der Kabine aus vornehmen. Neben der Materialeinsparung bietet eine Mantelfolienbindung gegenüber der Netzbindung den Vorteil, dass tendenziell weniger Sauerstoff in die Ballen gelangt und sich dies positiv auf den Gärverlauf auswirken kann.
 
Die Einstellung kann der Fahrer jederzeit bequem von der Kabine aus vornehmen
Quelle: Claas
Bevorzugen Kunden unterschiedliche Bindesysteme, könne der Anwender sehr schnell zwischen Netz- und Folienbindung wechseln, erklärt Claas weiter. Dafür müsse der Fahrer lediglich die Voreinstellung im Kabinenterminal ändern und das gewünschte Bindematerial in der Presse einlegen. Die Folieneinführung erfolgt wie der Start des Bindevorgangs vollautomatisch. Wie stark die Folie beim Binden gedehnt werden soll, kann ebenfalls über das Terminal in der Kabine gesteuert werden.
 
Um das Beladen der Pressen mit einer neuen Folien- oder Netzrolle zu vereinfachen, verfügen die neuen Rollant 400 Uniwrap Modelle serienmäßig über eine seitlich angebrachte, klappbare Rollenrampe. Damit lassen sich die bis zu 50 kg schweren Rollen einfach und schnell in die Maschinen einlegen. Claas liefert beispielsweise die Mantelfolie Claas Coatex. Claas Coatex hat eine Lauflänge von 2000 m bei einer Folienbreite von 1,40 m und einer Dicke von 17 µm.
Die Rollant 400 Uniwrap produzieren Rundballe mit Durchmessern von 1,25 bis 1,35 m bei einer Ballenbreite von 1,20 m.
 
Die neuen Rollant 400 Uniwrap Modelle mit variabler Mantelfolien- und Netzbindung stehen ab der Erntesaison 2018 zur Verfügung.
 
 

Quelle: top agrar Online

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