Ballen sammeln im Eilzugtempo Premium

(Bildquelle: topagrar.at)

Weil ihm die Arbeit mit der Ballengabel zu zeitaufwändig war, entwickelte Klaus Grausgruber einen Ballensammler. Das Gerät wird jetzt in Serie gebaut. Was kann es, was kostet es?

Das Sammeln und der Transport der Rundballen mit der Ballengabel war mir immer viel zu zeitaufwändig“, so Klaus Grausgruber aus Breitenschützing bei Schwanenstadt (OÖ).

„Schließlich musste ich früher für die pro Schnitt anfallenden rund 150 Grassilage-Rundballen bei 2 km Wegstrecke immer 300 km vom Feld zum Hof zurücklegen. Übers Jahr gesehen waren es bei rund 450 Rundballen zusammen rund 900 km. Deshalb habe ich nach einer Lösung gesucht, mit einem PS-schwachen Traktor möglichst viele Ballen mit einem Gerät zu sammeln und transportieren.“

In Serienproduktion:

So kam dem Nebenerwerbslandwirt 2010 die Idee für den „Ballenboy“, einem selbst gebauten Sammel- und Transportwagen. Ganz wichtig war ihm dabei, immer nur in Fahrtrichtung zu laden: „Dadurch ist der Ladevorgang immer im Sichtbereich des Fahrers. Und ich erspare mir das umständliche, zeitaufwendige Laden durch Rückwärtsfahren. Und auch mein 75-jähriger Vater kann diese Arbeit noch einfach erledigen.“

Im Internet hat er keine für seine Vorgaben entsprechende Technik finden können. Deshalb entschied er sich für den Eigenbau. Aus dem anfangs gebauten Prototyp hat er inzwischen ein Gerät in Modulbauweise entwickelt, das kürzlich in die Serienproduktion gegangen ist.

Grausgruber ist hauptberuflich außerlandwirtschaftlich tätig. Die dort erlernte Kosteneffizienz versucht er nach eigener Aussage auch daheim am 15 ha-Betrieb mit 150 Mutterschafen und Lammfleisch-Vermarktung umzusetzen.

Sechs Silageballen:

Genauso hat Grausgruber beim Rundballen-Transport immer wieder getüftelt und gebastelt, bis er ein geeignetes Gerät entwickelt hatte. „Mein anfängliches Ziel war, bis zu sechs Ballen gleichzeitig zu transportieren, um somit die gesamte Fahrstrecke auf 150 km pro Jahr und damit den Spritverbrauch und natürlich die Gesamtarbeitszeit deutlich zu reduzieren“, so der Landwirt.

Mit diesen Vorgaben im Hinterkopf machte sich der Tüftler 2010 an die Arbeit. Noch im gleichen Jahr stellte er einen ersten Prototypen fertig. Bis heute hat Grausgruber diesen Stück für Stück bis zur Serienreife weiterentwickelt.

Zur Funktionsweise:

Grundsätzlich besteht das Laden in Fahrtrichtung aus vier Arbeitsschritten:

  • Gerät ausschwenken,
  • absenken,
  • aufnehmen,
  • anheben.

Im Detail beschreibt Grausgruber das Sammeln der Ballen wie folgt: Das Modell 2015 hat eine Schwenk-Knickdeichsel und wird direkt am Traktor angekoppelt. Für...

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