Case IH Axial-Mähdrescher ernten Soja-Vermehrung schonend

Bei der Ernte von Sojabohnen und anderen empfindlichen Kulturen, wie Vermehrungen generell, ist ein schonender Ausdrusch besonders wichtig. Case IH hat deshalb im Vorjahr zusammen mit der Saatbau Linz die Probe aufs Exempel gemacht.

Case IH Axialmähdrescher

(Bildquelle: )

Die Sojabohne ist bekanntlich die Königin unter den Körnerleguminosen und derzeit in vielen europäischen Anbauregionen sehr gefragt. Nicht zuletzt, um neue Wege bei der Eiweißversorgung zu gehen. Verstärkt wird das zunehmende Interesse am Anbau von Soja durch die neuen Möglichkeiten, Soja im Rahmen des Greenings als ökologische Vorrangfläche anzurechnen. In Österreich liefert dazu unter anderem die Saatbau Linz passende und ertragsstarke Sorten.

Allerdings stellt die Sojabohne auch besondere Herausforderungen an die Ernte. Stark lagernde Sojabestände oder der tiefe Ansatz von unteren Hülsen können sehr schnell zu hohen Ernteverlusten führen. Daher ist, neben richtigem Druschzeitpunkt und Erntefeuchte, vor allem eine geeignete Erntetechnik von großer Bedeutung.

Die Axial-Flow Mähdrescher haben sich laut ihrem Hersteller Case IH seit Jahren bei der Saatgutvermehrung bewährt, nicht zuletzt aufgrund des schonenden Druschverfahrens und dem infolge sehr geringen Bruchkornanteil. Vor diesem Hintergrund wurde die Eignung von Case IH Axial-Flow Mähdreschern im Rahmen eines Praxisdruschtages Ende September für Kunden vorgeführt und auch von der Saatbau Linz begleitet. Eingesetzt wurde ein neuer Case IH Axial-Flow Mähdrescher vom Typ AF 7240, ausgestattet mit einem neuen 3020 Flexschneidwerk. Als Versuchsfläche wurde eine Sojabohnenvermehrung mit einem Ertrag von durchschnittlich 3,5 Tonnen pro Hektar geerntet, bei 16 % Erntefeuchtigkeit.

Soja im Korntank

Dabei konnte der Axial-Flow Mähdrescher der neuen 240er Serie mit optimiertem ST-Rotor auch bei der Sojaernte sein schonendes Druschverfahren bei gleichzeitig geringen Kornverlusten und Bruchkornanteil unter Beweis stellen. Schon bei geringer Rotordrehzahl (400 Umdrehungen pro Minute) werden im vorderen Bereich des Rotors hohe Geschwindigkeiten des Ernteguts erreicht, die zu einer effektiven und schonenden Zentrifugalabscheidung des Korns führen. Somit werden keine zusätzlichen Komponenten, wie externe Beschleunigertrommeln, benötigt.

Das neue 3020 Flex-Schneidwerk wurde speziell zur Vermeidung von Verlusten bei der Sojabohnenernte und allen Saaten, die nah am Boden geschnitten werden müssen, entwickelt. Das Schneidwerk kann manuell oder optional von der Mähdrescherkabine aus auf die benötigte Bodenauflage eingestellt werden und hat sich auch beim diesjährigen Getreidedrusch teilweise unter schwierigsten Erntebedingungen mit starkem Lager und hoher Feuchte bestens bewährt.

Soja im Schneidwerk

Um einen Vergleich der Kornschonung darzustellen, wurde eine von Hand ausgeriebene Probe der vom Mähdrescher geernteten Sojabohne gegenübergestellt. Die manuell geerntete Probe am Feld lieferte 98 % normale, 2 % anormale und 0 % tote Samen. Bei der Anlieferung am Lager der Saatbau Linz betrug der Wert der vom Case IH Axial-Flow geernteten Ware 96 % normale, 4 % anormale und 0 % tote Samen – somit kaum ein Unterschied hinsichtlich Bruchkorn und verminderter Keimfähigkeit.

„Werte, die vor allem für das vergangene Jahr mit sehr durchwachsenen Keimfähigkeiten und schlechten Witterungsbedingungen bei der Abreife österreichweit zu den Topwerten zählen“, urteilt Georg Landerl, Erntetechnik-Experte bei Case IH in Österreich.


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