CNH-Industrial

Case präsentiert XPower XPS

Case IH präsentierte seine Neuheiten kürzlich zum Saisonstart in den Sonderkulturen online. Ein Highlight war das neue Schmalspur-Anbaugerät XPower XPS zur chemiefreien Unkrautregulierung.

Quantum und Xpower XPS

Durch die Seitenausleger lässt sich mit dem XPower XPS im Wein- und Obstbau auch in der Reihe behandeln. (Bildquelle: Werkbild)

Ein Gerät zur chemiefreien Unkrautbekämpfung mittels Stroms gibt es jetzt als Schmalspurvariante für Sonderkulturen: Das XPower XPS bringt Zellwände und Membranen in den Unkrautpflanzen zum Platzen und unterbricht Wasser- und Nährstoffsysteme bis in die Wurzeln.

Entwickelt wurde der XPS vom Case IH Partnerunternehmen Zasso unter der Case IH Marke AgXtend. Mit einer Spurbreite ab 1,7 m ist das Gerät speziell für die Bedingungen im Wein- und Obstbau geeignet.

„Die Besonderheit ist, dass bei dieser Technologie weder eine Resistenzbildung bei den Pflanzen noch Abdrift oder chemische Rückstände auftreten können. Damit lassen sich ökologische und soziale Folgekosten der Unkrautbekämpfung vermeiden“, erläutert Karsten Vialon, zuständiger Leiter AgXtend Produktmanagement.

XPower__Wirkung

So wirken die unterschiedlichen Maßnahmen zur Unkrautbekämpfung im Vergleich. (Bildquelle: Werkbild)

Das System besteht aus einer Heckeinheit mit Generator, Getriebe, 8 Leistungseinheiten mit jeweils 3 kW Leistung (mit einer möglichen Spannung bis zu 8.000 Volt) und elektrischem Schaltschrank. Das Gesamtgewicht des XPS beträgt 1.200 kg.

Die beiden Seitenapplikatoren bestehen aus zwei feststehenden und zwei bewegbaren Elektroden, die an passiv rotierenden Achsen aufgehängt sind. Durch die spezielle Kinematik dieses Arms ist es möglich, das Unkraut auch in der Reihe direkt bis an den Stamm der Kulturen zu behandeln. Da die Stämme der Reben oder Obstbäume nur geringe Feuchtigkeitsgehalte aufweisen, bleiben diese nach Angaben des Herstellers unbeschädigt.

„Damit erreichen wir bei Zweikeimblättern einen Wirkungsgrad von 90% und bei Gräsern 60%“, so Vialon weiter. Der Listenpreis liege 110.000 bis 120.000 €, für den Obstbau sei das Gerät auch im Frontanbau erhältlich. Auch in der Kommunalbereich lasse sich die elektrische Unkrautbekämpfung einsetzen.

Sicherere Kabine nachrüstbar

Neues gibt es auch bei den Quantum-Schmalspurtraktoren: Das CL Modell erweitert die bisherigen Varianten F (Obstbau), V (Weinbau) und N (Plantagen). Mit einer minimalen Außenbreite von 1,57 m ist der Quantum CL der breiteste Vertreter der Baureihe. Durch seine Gesamthöhe von nur 2,38 m sei er insbesondere für Weitraumanlagen im Obstbau sowie für Spezialaufgaben geeignet, erklärt Alfred Guth von Case IH Deutschland.

Sowohl bei dem neuen Quantum Schmalspurschlepper, Modell CL, als auch beim Vestrum CVXDrive in Hochdachausführung und weiteren Modellen lassen sich zudem die Kabinen für mehr Anwendersicherheit nachrüsten. Statt der Kategorie 2 entsprechen die Kabinen der Schutzkategorie 4, zertifiziert vom Julius Kühn-Institut.

Die Aufrüstung liegt bei 944 €. Die beiden Aktivkohlefilter müssen nur alle 150 Stunden ausgewechselt werden. Während in der Stufe 2 nur Staubpartikel aus der Frischluft gefiltert werden, schützt Kategorie 4 zusätzlich vor Dämpfen und Aerosolen mit einem Wirkungsgrad von 98%.


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