Fahrbericht:

Komplett neue Reihe: Kuhn Vari-Master L Plus

Mit dem Vari-Master L bringt Kuhn eine komplett neue Pflugbaureihe in den Markt. Wir konnten uns die Onland-Version in diesem Frühjahr auf einem Gemüsebetrieb genauer anschauen.

Kuhn Vari-Master L

In der Onland-­Variante lässt sich auch mit breiten Schlepperreifen problemlos pflügen. Das Stützrad ist nun auch weiter vorn positionierbar (Bildquelle: Tastowe)

Kuhn benennt seine neuen Pflüge jetzt mit Buchstaben anstatt Zahlen. So ackert der neue Vari-Master L mit vier bis sechs Körpern nun zwischen dem Master 153 und dem Master 183. Wobei er den technischen Daten nach sehr dem 153er nahekommt. Laut Kuhn soll der Master 153 aber über 2022 hinaus verfügbar sein und nicht aus dem Programm „pflügen“.

Alles neu

Natürlich ist und bleibt der Vari-Master L ein Pflug. Von Weitem sieht man keine Besonderheiten. Doch vergleicht man den Neuen mit seinem Vorgänger, so hat Kuhn fast alle Teile überarbeitet: Anbauturm, Rahmen, Vorschäler, Grindeln und Stützrad.

Die bekannte Unterlenkerwelle ersetzt Kuhn gegen starre Gabeln aus Stahlguss, die es in der Kategorie 3N und 3/4N gibt. Mit den starren Koppelpunkten lässt sich der Pflug nun einfacher direkt mit den Unterlenkern kuppeln. Im Gegensatz zu den festen Koppelpunkten konnte die bisherige Welle Stöße etwas abfedern. Dafür bieten die Franzosen nun optional das System OptiDrive an. Eine Umlenkung und ein stickstoffgedämpfter Zylinder federn hierbei den Oberlenkerkoppelpunkt. Leider hatte der gefahrene Pflug das System nicht installiert.

Unter den Kunststoffabdeckungen am Anbauturm befinden sich für alle Schläuche Metalldrahtfilter. Optional sitzt hier auch ein Umschaltblock, um die Hydraulikfunktionen mit nur einem Steuergerät bedienen zu können. Der Pflug kommt übrigens komplett ohne Sensoren aus.

Für eine höhere Stabilität hat Kuhn den Drehwerkzylinder nun zweischnittig befestigt. Die mechanischen Neigungsanschläge sind von unten angebracht, wo sie sich etwas schlechter erreichen lassen. Dafür drückt der Zylinder direkt gegen diese Anschläge, ohne das Drehwerk zu belasten. Optional ist eine hydraulische Einstellung.

Das Drehwerk selbst besteht aus einer 130er Hohlwelle mit 80er Bohrung. Durch diese Bohrung sind auch alle Hydraulikschläuche geführt. Insgesamt ist die Schlauchverlegung ordentlich. Kunststoffgriffstücke mit farbigen Ringen erleichtern das Ankuppeln. Ein Aufkleber am Drehzylinder gibt die Funktionen an. Eine dauerhaft haltbare Markierung hätte uns aber besser gefallen. Die Schlauchgarderobe aus einem einfachen Blech mit Löchern ist zweckmäßig.

Langer Wendelenker

Kuhn kann nun auch bei den kleineren Pflügen eine Onland-Version (2821 € Aufpreis) anbieten. Der Wendelenker ist dann 1350 mm lang. Das sind 650 mm mehr als bei der Standardversion. Über einen zweigeteilten Zylinder lässt sich die Vorderfurchenbreite einstellen, oder komplett in die Onland-Position bringen. Für die Umstellung muss man lediglich einen...

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