Kartoffelkraut

Neue Maschine zur Sikkation – Der Krautrupfer von VEGNIEK BV

Die Sikkationsmaschine von VEGNIEK öffnet den Damm, zieht das Kartoffelkraut ohne die Kartoffeln zu beeinträchtigen und drückt anschließend wieder alles zusammen.

Die Firma VEGNIEK aus Holland hat eine neue Maschine zur Sikkation im Angebot. Mit federnden Krautführern dreht der Discmaster mit Hilfe von Trommeln das Kartoffelkraut sowie eine kleine Menge Erde zu einer schmalen Reihe. Danach wird diese von den Scheiben nach oben gezogen.

Neben den Scheiben sind Edelstahl-Gleiter angebracht, die verhindern, dass die Kartoffeln aus dem Damm gezogen werden. Sobald der Strom von Kraut und Erde die Scheiben verlässt, wird er zu den Diabolo-Rollen geführt, die den Boden wieder festdrücken. Somit wird der Damm wieder geschlossen und es entstehen keine Risse in den Dämmen die grüne Knollen fördern könnten.

Das Ergebnis laut Anbieter: Ordentlich bedeckte Kartoffeln und ein kräftiger, geschlossener Damm, der auch Wettereinflüssen standhält.

Kartoffelfeld

Alle Elemente sind unabhängig federnd aufgehängt, um dem Boden perfekt zu folgen. (Bildquelle: Hersteller)

100 bis 120 PS notwendig

Die Maschine ist relativ robust gebaut, hat wenig Eigengewicht und benötigt einen Schlepper mit ca. 100 bis 120 PS. Der Discmaster wird in der Heckhydraulik angebaut. Bei üppigen Krautbestand sollte im Frontanbau ein Krautschläger laufen.

Bei relativ abgereiften Beständen reicht der Krautrupfer als Solomaschine aus. Der Schlepper muss mit Pflegebereifung und einer Load-Sensing-Hydraulikanlage ausgestattet sein. (Das Load-Sensing-System (LS-System), auch Lastdruck-Melde-System, ist eine hydraulische Regelung, bei der Druck und/oder Volumenstrom der Hydraulikpumpe an die vom Verbraucher geforderten Bedingungen angepasst werden.)

Bis zu 2 Mal auf spritzen oder abflammen verzichten

Damit die Maschine genau funktioniert, sollten die Kartoffeln am besten im ALL-IN-ONE-Verfahren gepflanzt worden sein, damit die Ablage der Mutterknolle mittig im Damm gewährleistet ist.

Die Unterhaltskosten der Maschine sind relativ niedrig. Durch das ziehen des Kartoffelkrautes kann mindestens ein- oder zweimal auf das Spritzen/die Krautminderung durch Abflammen der Pflanzen verzichtet werden. In vielen Fällen ist überhaupt keine Spritzung mehr notwendig. Das Ende des Wachstums der Kartoffeln ist wesentlich genauer festzulegen, die Mutterknolle stirbt viel früher ab und der Aushärtungsprozess der Knolle geht schneller vonstatten. Der Krautrupfer Discmaster von VEGNIEK ist wirtschaftlicher gegenüber konventionellen Verfahren zur Krautminderung ab einer Fläche von 40 ha Kartoffeln.

Grafik

Durch das ziehen des Kartoffelkrauts kann mindestens ein- oder zweimal auf das Spritzen/die Krautminderung durch Abflammen der Pflanzen verzichtet werden. (Bildquelle: Hersteller)

Der Preis

Die Anschaffungskosten liegen bei ca. 55.000 € netto für die vierreihige Ausführung. Die Maschine gibt es als DM 150 für zweireihiges bzw. als DM 300 als vierreihiges Verfahren.

Tabelle

Technische Daten (Bildquelle: Hersteller)

Die Vorteile laut Hersteller im Überblick:

  • Keine freigelegten Kartoffeln
  • Perfektes Erhalten und Festdrücken des Dammes
  • Robuster Antrieb unmittelbar durch die Traktorhydraulik
  • Einfache und wirkungsvolle Tiefenregelung
  • Roden früher möglich
  • Geringere Wahrscheinlichkeit auf Rhizoctonia-Infektion
  • Wachstum der Kartoffeln endet sofort – Stängel wird entfernt
  • Einfacheres Roden ohne Krautanhang

W&W Agrar Solutions übernimmt den Vertrieb im süddeutschen und österreichischen Raum für den Krautrupfer von VEGNIEK BV. www.ww-agrar-solutions.de

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