OÖ: 250 Besucher bei Maschinenring-Fachtagung

Am 24. August fand erstmals ein von den oö. Maschinenringen organisierter Grünland-Fachtag in Gramastetten statt. Dabei wurden verschiedene Verfahren wie Starkstriegel, Schlitzsaat, Umkehrrotoregge usw. präsentiert. Umrahmt wurde das Programm mit Fachvorträgen am Vormittag.

MR Grünlandtag 2017

Maschinenvorführungen und interessante Fachvorträge beim Grünlandtag der Maschinenringe Oberösterreich. (Bildquelle: Maschinenring OÖ )

Die Fachveranstaltung fand am Betrieb von Michael Burgstallter vulgo Riffelshofer" in Gramastetten mit umfassenden Maschinenvorführungen und unterschiedlichen Fachvorträgen statt. Dabei wurden verschiedene Verfahren wie Starkstriegel, Schlitzsaat, Umkehrrotoregge usw. präsentiert. Das Echo zur Veranstaltung war gut und Ing. Franziska Fröschl, Landesobmann-Stellvertreterin, konnte über 250 Besucher bei der Fachtagung begrüßen.

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Über 250 Besucher kamen zur Fachtagung Grünland. (Bildquelle: Maschinenring OÖ)

Das Grünland – allgegenwärtig beim Maschinenring

Das Grünland beschäftigt den Maschinenring schon immer. War es früher in erster Linie die Ernte und die Gülleausbringung, rückt in den letzten Jahren die Verbesserung der Grünlandqualität (Gemeine Rispe, Engerlings-Problematik) in den Vordergrund. Die Ausbildung zum Grünlandspezialisten beispielsweise, ist ein Maschinenring-Seminar, das interessierte Landwirte und Dienstleister speziell im Bereich Grünlandqualität weiterbildet.
Die Rispensanierung sowie Rekultivierung nach dem Befall von Engerlingen,
zählen ebenfalls zu den Schwerpunkten. Bodenschonende Gülleausbringung und Gülleseparierung sind zusätzlich Themen, mit denen sich der MR intensiv beschäftigt.

Fachvorträge am Vormittag

Dementsprechend ausgerichtet war der Veranstaltungstag mit Praxisdemonstrationen und insgesamt sechs Fachreferaten:

Dr. Bernhard Krautzer referierte zu Aussaat und Saatgutqualität. Krautzer ist stellvertretender Leiter des Institutes Pflanzenbau und Kulturlandschaft der HLFL Raumberg-Gumpenstein. Die wissenschaftliche und administrative Leitung der Abteilung Vegetationsmanagement im Alpenraum zählt dort ebenfalls zu seinem Aufgabengebiet.

Dipl.-HLFL-Ing. Josef Galler führte in seinem Vortrag zur Gemeine Rispe und abgestuften Grünlandbewirtschaftung aus. Er  ist Referent für Grünlandwirtschaft, Düngung und Umwelt bei der Landwirtschaftskammer in Salzburg. Galler arbeitete schon in diversen Ausschüssen, wie dem Bodenschätzungsbeirat und dem Fachbeirat für Bodenschutz und Bodenfruchtbarkeit.

Ing. Norbert Ecker beschäftigte sich mit den Funktionen unserer Böden. Die Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit und eine nachhaltige Düngestrategie standen dabei im Vordergrund.

Dr. Hans-Peter Haslmayr sprach über das Bodenprofil.  Er studierte an der Universität für Bodenkultur in Wien. Derzeit arbeitet er als Wissenschaftler bei der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in nationalen und internationalen Forschungsprojekten und ist darüber hinaus als bodenkundlicher Gutachter bei der Fa. Agrar-EN tätig.

Ing. Roman Braun ist Agrarexperte beim Maschinenring Oberösterreich und leitet die Projekte „ IT-gestützte Disposition der überbetrieblichen Zusammenarbeit“, „Flächenverwaltung mit AMA Datenimport“ und „Agrar Navi und GIS“ des Maschinenring Clusters. Er berichtete über Leistungen und Angebote des Maschinenringes im Bereich Grünland.

Heinz Grabmer ist Obmann im Maschinenring Wels und referierte als Projektleiter des Maschinenring-RTK-Signals in Oberösterreich über das flächendeckende Spursignal und CTF als Möglichkeit zur Bodenschonung im Grünland.

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Ing. Roman Braun bei Erläuterungen zur Verbesserung der Grünlandqualität. (Bildquelle: Maschinenring OÖ)

Anschauliche Vorführungen in der Praxis

Anhand von  Praxisdemonstrationen im nahen Umfeld des Betriebes wurden der Rasierschnitt mit Mähwerk und das Auskämmen der Rispe mit Starkstriegel sowie eine Vorführung mit Schwaden und Abfuhr gezeigt. Im Stationenbetrieb folgte eine Veranschaulichung über Bodenprofil,  Bodendruck und Regenwurm sowie Aussaat und Saatgutqualität. Dabei hatten die anwesenden Partnerfirmen die Möglichkeit, ihre Gerätschaften vorzustellen. Für das leibliche Wohl der interessierten Teilnehmer war in der großen Maschinenhalle mit Gulasch, Würstel und Getränken gesorgt.

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Umfangreiche Gerätevorführungen und viel Fachinformation sorgten für Informationsaustausch unter den Landwirten. (Bildquelle: Maschinenring OÖ)


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