Flexibel und bedarfsgerecht

Pflanzenschutzmittel zudosieren mit Amazone Direkteinspeisung DirectInject

Flexibler, schneller und bedarfsgerechter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verspricht Amazone mit DirectInject. Das spare Arbeitszeit, Arbeits- und Maschinenkosten sowie Mittel.

Aus pflanzenbaulicher Sicht ist es häufig notwendig, mit spezifischen Produkten und Wirkstoffen nur in Teilbereichen oder auf einzelnen Flächen bedarfsgerecht zu reagieren. Auch gibt es Auflagen zu schützenswerten Strukturen und Gewässern, die der Landwirt bei der Auswahl seiner Pflanzenschutzmittel berücksichtigen muss. Diese Anforderungen bezogen auf die Flexibilität im Pflanzenschutz stehen im Gegensatz zur strukturellen Entwicklung in Richtung größerer Feldspritzen für hohe Flächenleistung und einem ökonomischen Einsatz.

Systemaufbau

Terminal AmaTron 4

Aktivierung von DirectInject im Terminal AmaTron 4 (Bildquelle: Pressebild)

Amazone bietet mit dem System DirectInject erstmalig ein System zur Direkteinspeisung von Pflanzenschutzmitteln, das den beschriebenen Zielkonflikt löst. Pflanzenschutzmittel können während der Applikation bedarfsgerecht eingespeist oder ausgespart werden. Die Besonderheit von DirectInject gegenüber konventionellen Systemen liegt dabei in einer schnellen Reaktionszeit des Einspeisevorgangs und der kompletten Einbindung in den Spritzflüssigkeitskreislauf und Bedienung der Feldspritze.

Mit DirectInject kann auf der Fläche individuell auf die Bedürfnisse der Kulturpflanze reagiert werden sowie Pflanzenschutzmittel und zusätzliche Überfahrten mit der Feldspritze eingespart werden.

DirectInject besteht aus einem zusätzlichen 50 l fassenden Tank mit entsprechender Dosiertechnik, die auf der rechten Maschinenseite in das Ablagefach der UX 01 Super integriert ist. Damit ist der Tank auch vom Boden aus sehr gut zugänglich und sicher zu Befüllen, heißt es. Durch die Integration der Komponenten in das Ablagefach seien alle Baugruppen außerdem optimal geschützt.

Der große Vorteil der Technik besteht laut Hersteller darin, dass DirectInject mit unverdünntem Pflanzenschutzmittel arbeiten kann. Ein mechanisches Rührwerk stellt sicher, dass auch Pflanzenschutzmittel, die zum Entmischen neigen, stets homogen gehalten werden.

DirectInject

Grafik DirectInject (Bildquelle: Pressebild)

Anwendung im Feld

Stellt der Fahrer der Feldspritze z. B. auf einer Teilfläche fest, dass dort ungewünschte Beikräuter zu bekämpfen sind, kann er per Knopfdruck von der Kabine aus die Dosierung von DirectInject aktivieren. Zur Spritzflüssigkeit aus dem Spritzflüssigkeitstank wird dann das zusätzliche Produkt aus dem DirectInject-Tank zudosiert. Die gegenüber konventionellen Systemen optimierte Reaktionszeit wird dabei durch ein Zweileitungssystem umgesetzt.

In einer zweiten Spritzleitung im Gestänge liegt eine vorgemischte Spritzflüssigkeit aus dem Spritzflüssigkeitstank und dem Pflanzenschutzmittel aus dem DirektInject-Tank direkt an. Bei Aktivierung der Direkteinspeisung wird das Gemisch dann über mehrere Einspeisestellen im Gestänge durch die Düsenkörper und Düsen ausgebracht.

Tank

DirectInject-Tank mit integriertem Sieb für eine einfache und sichere Befüllung (Bildquelle: Pressebild)

Diese kurzen Wege der Flüssigkeit direkt im Gestänge führen laut Amazone zu kurzen Reaktionszeiten auf dem Feld. Durch die Hochdruck-Zirkulation DUS pro zirkuliert die Spritzflüssigkeit in der Spritzleitung immer mit dem eingestellten Spritzdruck, auch wenn die Düsen geschlossen sind. Bei Aktivierung der Direkteinspeisung wird diese Zirkulation geschlossen, so wird die Spritzflüssigkeit aus dem Spritzflüssigkeitstank nicht mit dem Produkt aus dem DirektInject-Tank vermischt.

Rührwerk

Mechanisches Rührwerk und Reinigungsdüse im DirectInject-Tank (Bildquelle: Pressebild)

Gestänge

Das Gestänge verfügt über zwei separate Zuleitungen, gelb und grün, die fernbedient umgeschaltet werden (Bildquelle: Pressebild)

Restmengen und Reinigung

Da DirectInject mit unverdünntem Pflanzenschutzmittel arbeiten kann, können nach der Applikation nicht genutzte Mengen in das Originalgebinde des Produkts zurückgeführt werden. Es muss also weder vor der Applikation bekannt sein, wie viel Pflanzenschutzmittel tatsächlich benötigt wird, noch muss später mit angemischten Restmengen umgegangen werden.

Nach der Applikation kann das gesamte System automatisiert und fernbedient von der Traktorkabine gereinigt werden. Hierzu sind alle Komponenten in das Comfort-Paket der Feldspritze eingebunden.

Die Direkteinspeisung DirectInject kann mit den einachsigen Pflanzenschutzspritzen UX 01 mit serienmäßiger ISOBUS-Kommunikation und der Einzeldüsenschaltung AmaSwitch oder AmaSelect mit Hochdruck-Zirkulationssystem DUS pro eingesetzt werden.

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