Rund 18000 Besucher beim Fendt-Feldtag 2011

Bis zu 18000 Besucher informierten sich heute beim dritten Fendt-Feldtag in Österreich über das gesamte Traktoren- und Erntetechnikprogramm live im Einsatz. Erstmals präsentiert wurde die neue 700 Vario Baureihe.

Bis zu 15000 Besucher waren heute beim 3. Fendt-Feldtag in Melk. Fotos: Altmann

Bis zu 15000 Besucher waren heute beim 3. Fendt-Feldtag in Melk. Fotos: Altmann (Bildquelle: )

Die drei neuen Modelle 720, 722 und 724 Vario liegen im Leistungsbereich von 200 bis 240 PS. Sie werden angetrieben von einem 6-Zylinder-Deutz-Motor mit 6,06 Litern Hubraum, Vier-Ventiltechnik und 1.600 bar Common-Rail-Hochdruckeinspritzsystem. Auch beim neuen 700 Vario setzt Fendt zur Umsetzung der Abgasnorm der Stufe 3b auf die SCR-Techno-logie. Die Abgas-nachbehandlung mit der Harnstofflösung AdBlue findet nach dem Ver-brennungs-vorgang statt, die Abgasrückführung entfällt.

Visio Plus-Kabine mit Durchblick

Neu sind die komplett neu entwickelte VisioPlus Kabine. Hier verbessert die durchgehende und bis ins Dach hineinreichende Frontscheibe die Sichtverhältnisse. Mit 6,1 m² Glasfläche und der Einsparung der B-Säule auf der rechten Seite bietet der 700 Vario Rundumsicht für alle Einsatzbereiche. Der Superkomfortsitz Evolution ist luftgefedert, hat eine Sitzheizung und verfügt zusätzlich über eine Niederfrequenzfederung sowie eine Lendenwirbelstütze und eine spezielle Klimatisierung. Auch der Beifahrersitz wurde für den 700 Vario komplett neu entwickelt. Umgeklappt kann der gepolsterte Sitz auch als Schreibablage genutzt werden.Auch in den neuen 700er Modellen gibt es jetzt eine pneumatische Dreipunktfederung der Kabine mit der zentralen Schwinge vorne in Verbindung mit Druckluftfederbeinen (vorne und hinten). Neu auch die aus der 800 und 900er Serie bekannte Variotronic. Das neue Terminal, erhältlich in zwei verschiedenen Ausführungen, hat ein bedienerfreundliches Menü mit flacher Struktur und praktischem Berührungsbildschirm. In nur einem Terminal sind die Bedienung des Traktors, die ISOBUS-Gerätesteuerung, die Spurführung VarioGuide, die Dokumentation VarioDoc sowie die Darstellung von Kamerabildern zusammengefasst und mit einer einheitlichen Bedienlogik zu steuern.

Hydraulik- vom Getriebeöl mitgekühlt

Die neue 700 Vario Baureihe ist mit einem komplett neuen Hochleistungs-Kühlerpaket ausgerüstet. Dabei wird das Hydrauliköl über einen Wärmetauscher vom Getriebeöl mitgekühlt, wodurch das groß angelegte Kühlpaket, bestehend aus Wasserkühler, Ladeluftkühler und Getriebeölkühler in Verbindung mit einer schlanken Haube umgesetzt werden konnte. Im Heck bietet die neue 700 Vario Baureihe bis zu fünf doppeltwirkende Steuerventile. Auch im Frontbereich wurden die Anschlüsse auf zwei doppeltwirkende Ventile erhöht, die ebenso wie im Heck frei auf die Bedienelemente belegbar sind. Die Durchflussmenge beträgt 100 Litern in der Minute, die maximal entnehmbare Hydraulikölmenge 55 Liter. Die Hubkraft des Heckkrafthebers wird mit 95,8 kN und die des Frontkrafthebers von 44,2 kN angegeben.

Ziel in Österreich: 1000 Traktoren und 15 Mähdrescher pro Jahr

Mit 937 Zulassungen in 2010 konnte Fendt seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 auf 12,7 % (bei Traktoren ab 59 PS) steigern. Damit ist Österreich nach Frankreich das zweitgrößte Exportland für den Traktorenhersteller aus dem Allgäu, erklärte Fendt Vicepresident Peter-Josef Paffen beim Pressestammtisch. Und die Halbjahreszahlen von 2011 sind die besten der Unternehmensgeschichte, so Paffen. Ab 59 PS hat Fendt einen Marktanteil von 11,8 %, beim Traktorenmarkt ab 112 PS ist Fendt mit einem Marktanteil von 23,7 % Marktführer. Auch im Profi-Segment ab 200 PS liegt Fendt mit 35,9 % vorne.

"16500 verkaufte Traktoren jährlich sind drin"

Doch damit nicht genug: Im nächsten Jahr wird Fendt nach Aussage Paffens 16500 neue Traktoren in Marktoberdorf produzieren. Und der Vicepresident legt die Latte noch höher: In drei Jahren will man bei 20000 & X verkaufte Traktoren liegen. Wir sind schon heute Innovationsführer im Traktorsegment, so Paffen weiter. Wir wollen aber nicht abgehoben wirken, sondern wollen für Landwirte Lösungen anbieten, damit sie das Kilogramm Weizen in bester Qualtität und mit geringsten Kosten produzieren können."

Eibl & Wondrak kein Thema

Um die für Österreich hoch gesteckten Ziele zu erreichen, bedarf es entsprechender Vermarktungsstrukturen. Und da sei man bei Fendt mit der derzeitigen Lösung gut aufgestellt, nahm Vicepresident Paffen allen Spekulationen um eine mögliche Zusammenarbeit mit Eibl & Wondrak den Wind aus den Segeln. Bekanntlich trennen sich ab Oktober die Wege von Claas und Eibl & Wondrak. Man spreche mit jedem, antwortete Paffen auf die Frage nach in jüngster Zeit stattgefundenen Gesprächen mit dem Gerasdorfer Unternehmen. Allerdings stellte Paffen klipp und klar fest: Es gibt überhaupt keinen Grund für Veränderungen." Vielmehr ließ er durchblicken, dass Fendt die Chance nutzen wolle, den Erntetechnikbereich künftig noch stärker zu forcieren. Wir wollen unser Potenzial bei Häckslern und Mähdreschern noch besser ausschöpfen, so Paffen. Schließlich wollten Profikunden einen verlässlichen Partner haben. Allein bei Mähdreschern sieht man bei Fendt mittelfristig ein Potenzial in Österreich von bis zu 15 Stück pro Jahr. Zum Vergleich: 2010 verkaufte man einen Mähdrescher.


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