Für Sie verglichen

Stiga Frontmäher oder Zero-Turn-Mäher: Welches Rasenmähersystem ist besser

Welcher Aufsitzmäher eignet sich für die Grundstückspflege am besten? Wir haben einen klassischen Frontmäher mit Mulchdeck und Knicklenkung mit einem Zero-Turn-Mäher verglichen.

Bei der Auswahl des richtigen Rasenmähers für die Grundstückspflege gibt es zwei unterschiedliche Systeme. Entweder man sammelt das Schnittgut oder es bleibt auf der Fläche. Für unseren diesjährigen Systemvergleich haben wir uns für Mäher ohne Korb entschieden, und wollten wissen welches Gerät in puncto Wendigkeit, Schnelligkeit und Handling die Nase vorn hat. Dazu haben wir den Stiga Park 640 PWX als klassischen Frontmäher gegen den etwas exotischen Zero-Turn-Mäher ZT 7132T antreten lassen.

Die Ergebnisse dieses Vergleichs sind wie immer auch auf andere Hersteller mit ähnlichen Maschinen übertragbar.

Bei unserem Systemvergleich konnten wir keinen eindeutigen Sieger festmachen. Der Zero-Turn-Mäher hat ein 1,32 m breites Schneidwerk, der Knicklenker Park ist mit einem 1,25 m breiten Mähdeck zum Test angetreten.

Auf einer etwa 1.000 m² großen, rechtwinkelig zugeschnittenen Rasenfläche prüften wir die Mähleistung der beiden Maschinen. Zwar ist das Mähdeck vom Zero-Turn 7 cm breiter als das vom Park, allerdings ist die Übersicht auf das Frontmähwerk vom Knicklenker besser, sodass wir mit dem vermeintlich kleineren Mäher besser Anschluss fahren konnten und somit eine vergleichbare Mähbreite erreicht haben.

Weil der Knicklenker maximal aber nur 9 m/h schnell fährt, brauchte er im Gegensatz zum ZT rund 25 % bzw. 4 Minuten mehr Zeit für die Fläche als der 11 km/h schnell fahrende Exot.

Auf engstem Raum

In Sachen Wendigkeit hat der ZT die Nase vorn. Den Mäher kann man auf der Stelle drehen. Der Fahrer steuert den Antrieb mit zwei Hebeln über die unterschiedliche Radgeschwindigkeit. Damit geht es flott um Bäume oder Sträucher.

Mit dem Frontmäher schafften wir es auch um alle Hindernisse, allerdings brauchten wir dazu im Test immer etwas länger und mussten häufiger zurücksetzen. Der Wendekreis liegt hier außen bei 1,35 m und innen bei 60 cm. Doch in verwinkelten Bereichen, wie z. B. an Haus- und Geragenwänden, hat der Frontmäher Vorteile, da man mit dem Mähdeck bis in die Ecken kommt.

Beim ZT verhindern die vorderen Stützräder systembedingt ein Arbeiten bis in die letzte Ecke.

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Stiga Zero-turn 7132T: Eher fürs Grobe

In der Klasse der Zero-Turn-Mäher bietet Stiga zwei Modelle. Wir hatten mit dem ZT 7132T den größeren der beiden Mäher im Test.

Die Geräte baut Stiga in den USA, sie sind überwiegend aus Metall gefertigt und wirken daher robust. In Testausstattung bringt es der ZT auf ein Einsatzgewicht von 380 kg. Insgesamt macht die gesamte Maschine direkt Lust aufs Mähen, nicht zuletzt aufgrund der „Panzerlenkung“.

Starker Motor

Den Motor platziert Stiga beim ZT hinter dem Fahrersitz. Von oben ist der Zweizylinder von Kawasaki frei zugänglich, seitlich schützen Blechverkleidungen vor Kollisionen. Der Benziner holt laut Hersteller 16 kW/22 PS aus 726 cm³ Hubraum.

Beim Antrieb setzt der Hersteller auf zwei Hydromotoren, die einzeln die beiden Räder der Größe 22 x 10.5-12 antreiben. Die Lenkung funktioniert ähnlich wie bei Raupenfahrzeugen oder Skidsteerladern. Über zwei Hebel steuert man die Räder getrennt voneinander an und bewegt den Mäher so vorwärts oder rückwärts bzw....