Technik für Stoppelsturz und Aussaat im Praxiseinsatz

Aktuelle Technik für den Stoppelsturz und die Aussaat präsentierte Bio Austria bei Vorführungen Ende Juli in Donnerskirchen und Ilz. Nachfolgend eine Auswahl von Geräten, die vorgestellt wurden:Johann Sedlmeier (l.) führte als Moderator durch die umfangreiche Palette an gezeigten Geräten. Er nahm eine firmenneutrale Bewer-tung aller Geräte vor. Hier zeigt er den Grubber Amazone Cenius 3002-Spezial. Das Gerät wurde zur Agritechnica 2009 erstmals präsentiert. Die 3-balkige Zinken-anordnung erlaubt weitgehend verstopfungsfreies Arbeiten. Bei der Vorführung zeigte die Maschine mit den überlastgesicherten "3D-Zinken" eine gute Mischwirkung.

(Bildquelle: )

Die Fa. Schreiber hat bei diesem 4-balkigen Schwer-grubber einen 21 cm engen Strichabstand mit 100 mm breiten Wendelscharen, die für eine gute Durchmischung sorgen. Als Nachläufer war eine Keilringwalze mit Wellenscheibe integriert. Die Wellen greifen zwischen die Keilringe und krümeln den Boden zusätzlich.Der Synkro ist ein alter Bekannter, genauso wie einige Grubber anderer Hersteller, die bei der Vorführung gezeigt wurden. Erwähnenswert ist die Pendel­roto­pack-Walze. Eine Doppel-Igelwalze, die den Boden locker liegen lässt. Gut zur Bekämpfung von Wurzelunkräutern.Die MaxiCut Messerwalze von Dalbo soll nach Firmenanga-ben bei gefrorenen Bodenver-hältnissen einen Mulchhäcks-ler beim Zerkleinern von stehenden Pflanzen­beständen ersetzen. Da bei der Vorfüh-rung der Boden weich und nachgiebig war, konnte dieser Effekt im Ackerbohnenbe-stand nur teilweise festgestellt werden. Die verbliebenen Stengelteile waren zwischen 20 und 50 cm lang.Der 4-balkige Grubber mit einem Strichabstand von 19 cm macht eine gute Misch-arbeit. Stützräder und das Fahrwerk übernehmen die Tiefenführung. Nach den Fächerscheiben bleibt das be­arbeitete Feld locker liegen. Ideal zur Bekämpfung von Wurzelunkräutern. Der Swift von Väderstad ist ab 2011 am österreichischen Markt erhältlich. Mit dem TG 580 hat Paul Treffler nun seinen 2009 erstmals präsentierten Grub­ber auch in größerer Arbeits­breite vorgestellt. Die Gänse-fußschare schneiden den Boden ganzflächig durch. Zu­streicher, die Doppelring-packerwalze und der Dreifachstriegel lassen den Boden gut aufbereitet liegen. Vorbereitet war das vor­geführte Gerät für die Aussaat mit Särohren direkt hin­ter den Grubberzinken. Man darf gespannt sein, wie weit sich der Grubber als Sätechnik einsetzen lässt. Die Simba Kurzscheiben-egge X-Press wurde in Kombination mit dem Vorsatzgrubber ST-Bar mit 5 Zinken auf 3 m Arbeitsbreite vorgeführt. Krumentiefes Lockern und flaches Wenden sind hier in einem Ar­beitsgang möglich. Der Anstell­winkel der gezackten Schei­ben ist zwischen 10 und 25° verstellbar. Der Grubber kann abgekoppelt werden. Dadurch wird ermöglicht, dass die Kurz­scheibenegge mit idealer Arbeitsgeschwindigkeit zwischen 12 und 18 km/h gefahren werden kann.

Sämaschinen weiterentwickelt

Diese gezogene Universaldrillmaschine von Kerner zeichnet sich dadurch aus, dass eine umfangreiche Werkzeuganordnung optimal auf die jewei-ligen Bodenverhält-nisse einstellbar ist. Auf den zweireihigen Scheibensatz mit gewölbten Scheiben folgt ein groß dimensionierter Reifenpacker, der an die Bodenverhältnisse angepasst und auch total ausgehoben werden kann. Die Crackerwalze erledigt die Rückverfestigung des Bodens vor den 24 Einscheibenscharen mit gezackten Scheiben. Andruckrollen und ein Exaktstriegel schließen die Werkzeugfolge des Gerätes ab. Die Ablage der Erbsenkörner entsprach bei der Vorführung den Anforderungen. Die umfangreiche Technik hat aber auch ihren Preis: Knapp 50 000 € bei 3 m Arbeitsbreite. Die Express 3 DT wurde zur Agritechnica 2009 erstmals präsentiert. Horsch hat hier wichtige Elemente der gezogenen Pronto in die kompakte 3-Punkt Sämaschine Express verbaut: Zwei Scheibenreihen zur Saatbettbereitung und Einebnung; eine durchgehende Gummiwalze mit Wellenprofil; 20 Doppelscheibenschare mit Zustreichlappen; Andruckrolle und Saatstriegel sind einzeln über Gummipuffer mit der Säschiene verbunden. Bei der Vorführung wurde das verwendete Erbsensaatgut direkt in Getreidestoppeln so abgelegt, dass es Bodenschluss hatte.Der Tine Seeder wurde verbessert und mit dem Zusatz EVO ("weiterent-wickelt") versehen. Diese kostengünstige Zinkensämaschine wird in ähnlicher Konstruk-tionsweise auch von anderen Herstellern angeboten. Sie verfügt über Andruckrollen und einen Striegel. Die An­druck­rollen laufen exakt hinter den Zinken. Die Zinken sind 5-balkig angeordnet.

Zum Spritsparen runter mit dem Reifendruck

Während der Vorführungen zeigte ein Team der Fachhochschule Südwestfalen-Soest in Deutschland in Kooperation mit der Firma Michelin die Auswirkungen des Reifendruckes auf die Aufstandsfläche des Reifens und damit auf die Druckbelastung des Bodens. Interessant war die Spritersparnis durch Absenken von 1,6 auf 0,6 bar Reifendruck. In Donnerskirchen wurden 19% Sprit eingespart, in Ilz waren es immerhin 12%. Die Preise aller vorgeführten Geräte und weitere wichtige Daten finden Sie in der Geräteliste, die Sie unter www.bio-austria.at/burgenland herunterladen können.


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