Weniger Kraftstoff durch Bodensensor

Die Firma Geoprospectors hat diese Woche den Topsoil Mapper (TSM) vorgestellt. Durch diesen Bodensensor soll Kraftstoff gespart und der Boden optimal bearbeitet werden können, so die Firma. Das System funktioniert über elektromagnetische Induktion.

Der 1,7 Meter breite Topsoil Mapper im Frontanbau eines Quadtrac 580. (Bildquelle: Schwaiger )

Das Sensorsystem Topsoil Mapper (TSM) wird auf dem Traktor montiert und erfasst laut Hersteller bei jedem Bearbeitungsgang mit mehreren Messungen pro Sekunde Informationen über die durchwurzelbare Bodenschicht. Diese Information stellt der TSM dem Landwirt in Echtzeit als Karte dar oder überträgt sie direkt an das Bodenbearbeitungsgerät. Das System verwendet übliche Daten- und Schnittstellen und kann mit jeder Zugmaschine und jedem Terminal verwendet werden.

Im Wesentlichen besteht das Gesamtsystem aus dem Sensor (Topsoil Mapper), der Software zur Datenerfassung, Analyse und Steuerung (Topsoil Visualizer) und einer webbasierten Lösung zur Datenverwaltung und Dokumentation (Topsoil Data Box).

Montage und Funktion

Der 1,7 Meter breite Topsoil Mapper bzw. die Sensoreinheit wird bevorzugt an der Fronthydraulik 30 bis 40 cm über dem Boden montiert. Über Kabel oder Bluetooth werden Sensor und Terminal miteinander verbunden. Am Terminal verarbeitet der Topsoil Visualizer die erfassten Daten und stellt sie dem Fahrer grafisch dar. Gleichzeitig kann laut Geoprospectors mit den Bodeninformationen das Bodenbearbeitungsgerät direkt gesteuert werden. Das funktioniert aber nur, wenn z.B. der Grubber die Bearbeitungstiefe während der Fahrt hydraulisch verstellen kann. Alternativ können am Terminal auch die Daten einer vorhergehenden Datenerfassung importiert werden, um diese dann für die Gerätesteuerung zu verwenden. Dadurch soll Schlupf, Verschleiß und Kraftstoff reduziert werden, so der Hersteller.

Das Messprinzip des Sensors beruht auf elektromagnetischer Induktion. Dabei wird durch eine Sendespule ein Primärfeld erzeugt. Wenn sich die Bodenstruktur verändert (Bodenverdichtungen, andere Bodenart,...) erkennt das System das laut Hersteller und zeichnet dies in der Karte auf. Die Grundlage aller Messungen ist dabei die scheinbare Leitfähigkeit des Bodens. Dadurch sollen alle weiteren Bodenparameter ermittelt werden können.

Um das System optimal nutzen zu können, empfiehlt Geoprospectors den Einsatz von GPS und Lenksystemen. Das Gesamtpaket inklusive automatische Gerätesteuerung am Grubber kostet laut Hersteller ca. 30.000 € (exkl. MwSt.).

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Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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