Windkraft: In sechs Jahren Verdoppelung möglich

Derzeit erzeugen Windräder mit einer Leistung von über 1.900 MW 6,5% des österreichischen Stromverbrauchs, wenn sie ein Jahr lang Strom produzieren. Bis 2020 kann dieser Wert, verdoppelt, bis 2030 soagr auf 24 % vervierfacht werden, wie die aktuelle Studie "Das realisierbare Windpotenzial Österreichs für 2020 und 2030" zeigt. Das schreibt die IG Windkraft in einer Aussendung.

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„Die aktuelle Studie des Vereins Energiewerkstatt zeigt, dass der Windenergieanteil bis 2030 auf ein Viertel des Stromverbrauches gesteigert werden kann – dieses Potenzial gilt es nun konkret zu erschließen“, stellt Theresia Vogel, Geschäftsführerin Klima- und Energiefonds, fest. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft ergänzt: „Damit wäre Österreich 2030 in der Lage den gesamten Stromverbrauch aus erneuerbaren Energieträgern zu erzeugen.“
 
Bis 2020 kann laut der Studie bereits 13,5% des heimischen Stromverbrauchs mit Windenergie gedeckt werden. Bis 2030 geht die Potenzialstudie von einer Verdopplung der Windstromproduktion aus. Damit würden alle Windkraftanlagen 24% des österreichischen Stromverbrauchs erzeugen.
 
Potentiale in den Bundesländern
 
Für die Analyse des Windpotenzials wurde die Entwicklung in einzelnen Bundesländern detailliert untersucht. Grundlage dafür waren die definierten Ausbauziele, die sich die Bundesländer in Zonierungsplänen oder Zielfestlegungen vorgenommen haben. Die wesentlichen Anteile des möglichen Potentials werden auch 2030 wieder in den Bundesländern Niederösterreich und Burgenland umgesetzt. Hervorzuheben sind auch die ambitioniert gewählten Zuwachsraten für die Steiermark und Kärnten, mit jeweils 300 MW.
 
Energiewende braucht stabile Rahmenbedingungen
 
Die Entwicklung der Windkraft in Österreich zeigt anschaulich, dass nur stabile Rahmenbedingungen einen Ausbau ermöglichen. Das aktuelle Ökostromgesetz hilft Windparks beim Einstieg in den verzerrten Energiemarkt, der durch jahrzehntelange Förderung von Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken mit Steuergeld entstanden ist. Immer noch werden diese in Europa mindestens doppelt so viel subventioniert wie alle erneuerbaren Energien zusammen. „Solange diese Dauersubventionierung von Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken nicht beendet wird, bedarf es einen Ausgleich für erneuerbare Energie“, erklärt Moidl abschließend.

Artikel geschrieben von

Torsten Altmann

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