Burgenländischer Tierschutzpreis geht an zwei Schweinebetriebe

Sandra und Josef Lehrner
Sandra und Josef Lehrner aus Marz erhielten für ihre besonders tiergerechte Haltungsform der Schweine den Burgenländischen Tierschutzpreis.
Quelle: Lehrner

Der konventionelle Schweinebetrieb von Josef und Sandra Lehrner in Marz sowie der alternative Betrieb von Bernhard Liszt in Leithaprodersdorf erhielten diese Woche den Burgenländischen Tierschutzpreis. Sie sollen als Leitbetriebe andere Betriebe zu Verbesserungen anregen.

Seit knapp 14 Jahren wird im Burgenland der Tierschutzpreis für besonders tiergerechte Haltungsformen an Nutztierhalter verliehen. Die Betriebe werden von den Amtstierärzten anhand strenger Auswahlkriterien nominiert. Heuer wurde die Auszeichnung beim Tierhaltungstag für Schweinehalter am 5. Dezember an den konventionellen Schweinebetrieb von Josef Lehrner in Marz sowie an den alternativen Betrieb von Bernhard Liszt in Leithaprodersdorf verliehen. "Wir wollen Betriebe, die wirklich gute Bedingungen anbieten, der Öffentlichkeit präsentieren. Die hervorragende Arbeit in den Ställen und auf den Bauernhöfen soll der Bevölkerung nicht vorenthalten werden. Die Gewinner sind Leitbetriebe, welche auch andere Nutztierhalter anregen sollen, sich darüber Gedanken zu machen, wo Verbesserungen möglich sind", so Landesrätin Verena Dunst und Landesveterinär-Direktor Robert Fink sowie Tierzucht-Direktor Franz Vuk unisono.

Außenklimastall bei Sandra und Josef Lehrner

Auf dem Betrieb von Sandra und Josef Lehrner gibt es 160 Zuchtsauen und eine angeschlossene Mast. Vor drei Jahren wurde in einen neuen Außenklimastall (Pig-Port 3) mit 1.200 Mastplätzen investiert, für dessen gelungene Umsetzung die Betriebsführer auch mit dem Holzbaupreis 2016 ausgezeichnet wurden. In der Schweinehaltung wird auf Tierwohl aber auch auf Wirtschaftlichkeit und machbaren Arbeitsaufwand Wert gelegt.

Lucky Pig
Der Außenklimastall am Betrieb Lehrner überzeugt durch hohes Tierwohl.
Quelle: Lehrner

Ruhebereich
Mittels absenkbarer Abdeckung schaffen Lehrners einen Ruhebreich für die Schweine.
Quelle: Bruckner

Suedansicht
Unterschiedliche Wandpaneele ermöglichen einen kompletten Luftaustausch innerhalb weniger Minuten.
Quelle: Bruckner

25 bis 35 Turupolje, Mangalitza sowie Berkshire-Schweinen

Bernhard Liszt betreibt seit 2015 eine ganzjährige Freilandschweinehaltung mit 25 bis 35 Turupolje, Mangalitza sowie neuerdings auch Berkshire-Schweinen. Für die Schlachtung werden die Tiere in einem extra angefertigten Käfig gefüttert und so stresslos rund 35 km zu einem Biobauern gebracht, der die Schlachtung nach einem Ruhetag vornimmt. Die Produkte werden im eigenen Heurigen vermarktet. Seit August 2017 ist die Schweinehaltung biozertifiziert (LACON). Der Bestand wird je nach Witterung alle vier bis acht Wochen mithilfe von stromgeführten Litzen in eigens separierte Gehege umgezogen. Die Hütten, Tränken sowie Futterschalen sind alle transportabel und wandern mit dem Bestand mit.

Freilandhaltung
Bernhard Liszt betreibt seit Oktober 2015 eine ganzjährige Schweinehaltung.
Quelle: Liszt

Freilandhaltung 2
Liszt hält geschützte Rassen, wie Turupolje, Mangalitza sowie neuerdings auch Berkshire-Schweine. Dieser werden nach einer Haltung von ca. 15 bis 18 Monaten geschlachtet.
Quelle: Liszt

Fütterung
Liszt erzeugt das Bio-Futter seit September 2017 fast ausnahmslos selbst (Bio-Triticale, Bio-Kartoffeln). Nur Bio-Erbsen kauft er zu.
Quelle: Liszt
"Unsere bäuerlichen Tierhalter haben großes Interesse daran, dass ihre Tiere erstklassige Haltungsbedingungen haben und bestes Futter bekommen. Denn nur gesunde Tiere garantieren hochqualitative Lebensmittel, was sich durch eine hohe Kundenzufriedenheit auch betriebswirtschaftlich positiv auswirkt. Die Tierhaltung in der Landwirtschaft wird streng nach dem Tierschutzgesetz geregelt und auch laufend kontrolliert. Neben einer entsprechenden Ausbildung der Bauern sind tiergerechte Ställe vorgeschrieben. Bei der Schweinehaltung zählt die Haltung in Gruppen zum Standard und entspricht einer tier- beziehungsweise artgerechten Haltung", erläuterte Tierzucht-Direktor Vuk.

Schlagworte

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