EU-Schweinemarkt: Hitze lähmt Tierwachstum und Fleischverzehr

Autor: Sylvia Haury

mastschweine
Österreich: Mastschweine-Notierung steigt um 5 Cent
Quelle: Heil

Die außerordentlich hohen Temperaturen in Europa bescheren auch der Vieh- und Fleischwirtschaft außergewöhnliche Verhältnisse.

Das für diese Jahreszeit üblicherweise unterdurchschnittliche Schweineangebot erfährt einen zusätzlichen Dämpfer, ebenso der Appetit auf Fleischgerichte. Weil in Deutschland in einigen Bundesländern die Ferien bereits zu Ende gingen, spürt der auf niedrigem Niveau liegende Fleischabsatz in diesen Regionen diese Impulse.

Infolgedessen gelang dem deutschen Preisbildungsmodell erstmals in diesem Sommer ein substanzielles Plus: Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) erhöhte ihren Basispreis für Schlachtschweine um 8 Cent gegenüber der Vorwoche.

In Österreich liegt das Lebendangebot seit Anfang August auf einem Jahrestiefstwert, berichtet Johann Schlederer von der Schweinebörse. Am Fleischmarkt ist von einer absoluten Flaute die Rede. "Selbst das geringe Angebot ist bei dieser Hitze mehr als ausreichend, auch der bevorstehende Feiertag in der kommenden Woche ist kontraproduktiv", kommentiert ein Schlachtunternehmer.

Vor dem Hintergrund eines trotzdem nicht bedarfsdeckenden Angebotes an schlachtreifen Schweinen konnte die heimische Börse ebenfalls eine deutliche Anhebung verzeichnen. Die Mastschweine-Notierung steigt um 5 Ct. auf 1,51 € (Berechnungsbasis: 1,41 €) je kg Schlachtgewicht.

Schlagworte

Hitze, Vieh, VEZG

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