LK Oberösterreich sieht Fischproduktion als Nische mit Potenzial

Forelle
Die heimische Fischproduktion steigt langsam, aber kontinuierlich an.
Quelle: LK OÖ

Nur 30% der Süßwasserfische (z.B. Karpfen, Forellen, Saibling) werden in Österreich erzeugt. Der LK Oberösterreich ist es daher ein Anliegen, die heimische Fischproduktion zu steigern. Allerdings müssen die Rahmenbedingungen für Neueinsteiger passen und Schäden durch Fischotter und Co. gesenkt werden.

„Ziel muss es sein, die Inlandsversorgung mit in Österreich erzeugbaren Süßwasser-Fischen von 30 Prozent langfristig auf 50 Prozent anzuheben. Im Strategiepapier ,Aquakultur 2020‘ des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus sind umfangreiche Maßnahmen vorgesehen, um eine Steigerung der heimischen Produktion erreichen zu können. Die Landwirtschaftskammer OÖ steht voll hinter diesen Maßnahmen, weil uns die Steigerung der heimischen Fischproduktion ein großes Anliegen ist. Die Bundesländer sind gefordert, Managementpläne für alle relevanten Beutegreifer, wie dem Fischotter zu erstellen, um die Schäden für die Fischproduzenten möglichst gering zu halten. Nur durch das Zusammenwirken vieler Beteiligter kann aus dem wasserreichen auch ein fischreiches Österreich werden“, erläutert Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.

Wachstumsmotoren in der Fischerzeugung in Aquakultur

Mengensteigerungen in der Produktion werden in den nächsten Jahren vor allem im Bereich der forellenartigen Fische erwartet sowie bei der Erzeugung von europäischen und afrikanischen Welsen in Kreislaufanlagen. In der Forellenproduktion sind es vor allem die bestehenden Betriebe, die durch Investitionen die Mengen steigern. Neuanlagen werden sehr wenige umgesetzt, weil auch die Voraussetzungen am Betrieb passen müssen.

Einstieg in die Fischproduktion: Rahmenbedingungen müssen passen

„Um neu in die Forellenproduktion einsteigen zu können, müssen einige Komponenten positiv zusammenwirken, wie z.B. Wasser in ausreichender Menge und Qualität, Grund und Boden, der an dieses Gewässer angrenzt, Freude an der ganzjährigen Fischproduktion, Leidenschaft zur Direktvermarktung und die Rahmenbedingungen für positive Genehmigung der Anlage“, zählt Präsident Reisecker einige wichtige Punkte auf.

Für den Einstieg in die Aquakultur ist eine mindestens einwöchige Grundausbildung im jeweiligen Fachgebiet (Karpfen, Forellen oder Kreislaufanlagen) Voraussetzung. Diese ist auch Grundvoraussetzung für die Investitionsförderung. Aufgrund der niedrigen Inlandsversorgung werden für die Aquakultur höhere Förderintensitäten gewährt verglichen mit andern Produktionszweigen.

Interessante Nische

„Die Fischproduktion ist für einige bäuerliche Direktvermarkter eine interessante Nische. Die Steigerung der Zahl der bäuerlichen Fischproduzenten ist aus Sicht der Landwirtschaftskammer wünschenswert, um den Selbstversorgungsgrad in Österreich mit Fisch zu steigern, jedoch kann dieser Zweig der Erwerbskombination nur dann umgesetzt werden, wenn die Rahmenbedingungen am Betrieb passen“, erläutert Reisecker abschließend.
 

Schlagworte

Fischproduktion, Rahmenbedingungen, passen, steigern, Oberösterreich, Nische, Aquakultur, Reisecker, Landwirtschaftskammer, Inlandsversorgung

Kommentare

Kommentarfunktion de-/aktivieren

Kommentar hinzufügen...
Kommentieren

Internationale Milchviehtage

top agrar Seminar

Der Einzug von automatischen und digitalen Systemen schreitet immer weiter voran. Auf den diesjährigen internationalen Milchviehtagen stellen wir die Trends beim Melken, Füttern und im Herdenmanagement vor. Zusätzlich bieten wir Ihnen ein Spezial-Thema.

Tagung Fachschule Otterbach am 8. November 2018...

Tagung HBLFA Raumberg-Gumpenstein am 9. November 2018...

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Karrero by topagrar
Die neusten Stellenangebote