Getreideernte in vollem Gang

"Lohnunternehmer arbeiten zu günstigen Hektarkosten"

Mit dem Drusch der Wintergerste startete in diesen Tagen in vielen Regionen Österreichs die Getreideernte. "Lohnunternehmen leisten dabei eine hochwertige Arbeit. Damit kann dem Landwirt eine optimale Arbeitsdurchführung und dies zu günstigen Hektarkosten geboten werden", schreibt Helmut Scherzer, GF des Lohnunternehmerverbandes in einer Aussendung.

Ein verbesserter Getreidepreis gibt Hoffnung für höhere Deckungsbeiträge und eine gute Wirtschaftlichkeit im Ackerbau, heißt es weiter. Parallel sind laut Scherzer die Betriebsmittelkosten für Dünger und Saatgut sowie für den Maschineneinsatz wie beispielsweise für Diesel, Ersatzteile, Öle etc. entsprechend angestiegen.

Für 2022 werde eine gute Ernte erwartet. Die Getreideanbaufläche ohne Körnermais sei gegenüber dem Vorjahr um rund 3 % gestiegen. Schätzungen zu den Erntemengen ergeben für 2022 ein Plus von 6 %, so Scherzer weiter.

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Helmut Scherzer ist Geschäftsführer des Verbandes der Lohnunternehmer. (Bildquelle: Verband der Lohnunternehmer)

"Lohnunternehmen leisten mit ihren Maschinen einen sehr wesentlichen Beitrag für die zuverlässige Ernte von Getreide und anderen Kulturen. Sie wirken an der Versorgung unserer Lebensmittel mit. Mittels schlagkräftiger Technik können die Arbeitserledigungen innerhalb kurzer Zeit und damit zum optimalen Termin vorgenommen werden. Landwirte profitieren von der Arbeit durch Lohnunternehmen", berichtet der Geschäftsführer.

Einzelmechanisierungen führen zu hohen Fixkosten

Einzelmechanisierungen mit teuren Maschinen führen in den landwirtschaftlichen Betrieben zu enormen Fixkostenbelastungen, so der Verband weiter. "Die Betriebe zwingen sich selbst in hohe Kostenstrukturen. Mit Pachtungen setzen einzelne Betriebe auf Betriebsentwicklung und investieren in teure Technik oder steigen als neuer Anbieter in das Dienstleistungssegment ein. Vielfach wird der Zeitaufwand für das erforderliche Know-how beim Umgang mit der Technik übersehen", erklärt Manfred Humer, Obmann des Verbandes . Durch die Anschaffung von größeren Maschinen beschleunige sich der Strukturwandel, denn die Betriebe wollten ihre Kosten im Griff haben. Die Folge sei bei begrenzten Zeitressourcen eine neue Arbeitsfalle, oder es komme zu höheren Fixkosten.

Erfolgreiche Partnerschaft mit Lohnunternehmen in Österreich

Die Beauftragung von Lohnunternehmen setze sich immer mehr durch: Das zeigten die Zahlen bei der Entwicklung von gewerblichen Dienstleistern laut Auswertungen der Wirtschaftskammer. So konnte im Zeitraum von 2010 bis 2021 die Zahl der aktiven Agrarservice-Betriebe (landwirtschaftlichen Lohnunternehmen) auf das Dreifache (2010: 444 aktive Betriebe, 2021: 1472 aktive Betriebe) und der Forstunternehmen (forstwirtschaftliche Dienstleister bzw. Holzschlägerungsunternehmen) auf das 1,6-fache (2010: 2536 aktive Betriebe, 2021: 4254 aktive Betriebe) gesteigert werden.

Humer: "Lohnunternehmen sind für die Land- und Forstwirte wichtige Partner, denn sie erbringen täglich die verschiedensten Aufgaben in der Außenwirtschaft. Neben der ursächlichen Maschinenarbeit nehmen die Vorbereitungen beim Einsatz verschiedener Betriebsmittel z.B. Saatgut, Dünger, Pflanzenschutzmittel, etc. und die Dokumentation eine zunehmend wichtigere Rolle ein. Die Ausstattung mit modernen Steuer- und Überwachungsgeräten wie Spurführung, Einsatz von Applikationskarten, Section Control oder Aufzeichnungen zu den erzielten Erträgen in einzelnen Ertragszonen sind klar im Steigen begriffen."

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