Forst

Preise für Sägerundholz sind gestiegen

Die Preise für Sägerundholz sind im ersten Quartal 2023 gestiegen, wie der Holzmarktbericht der Landwirtschaftskammer Österreich zeigt.

Die österreichische Sägeindustrie ist aufnahmefähig, die Nachfrage nach Fichten-Sägerundholz hat sich nach den Revisionsstillständen über Weihnachten spürbar belebt. Die Preise für das erste Quartal 2023 sind wieder gestiegen. Österreichweit liegt der Preis für Fichte A/C 2b+ zwischen 103 bis 120 Euro je FMO. Kiefer folgt ebenso dem leichten Aufwärtstrend, Lärche hält bei knappem Angebot ihr hohes Preisniveau. Ernte- sowie Transportkapazitäten sind ausreichend verfügbar. Witterungsbedingt stellt aber vor allem die bodenschonende Bringung des geernteten Holzes eine Herausforderung dar, teilweise gibt es auch Straßensperren, teilt die Landwirtschaftskammer (LK) Österreich in ihrem jüngsten Holzmarktbericht mit.

Am Laubsägerundholzmarkt ist die Nachfrage nach Eiche ungebrochen rege. Dementsprechend stellt sie auch die größte Menge bei den Ende Jänner stattfindenden Wertholzsubmissionen in Nieder- und Oberösterreich. Aber auch Buche verzeichnet sehr gute Absatzmöglichkeiten. Preissteigerungen sind vor allem bei Eiche aufgrund des bereits hohen Preisniveaus schwer durchsetzbar. Daher wurden die Laubholzpreise mit dem Jahreswechsel meist fortgeschrieben.

Lager sind weiterhin aufnahmefähig

Die Lager der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie sind weiterhin für Nadelindustrierundholz aufnahmefähig. Anfallende Mengen können problemlos vermarktet werden. Der Abtransport sowie die Übernahme erfolgen kontinuierlich und ohne wesentliche Zeitverzögerung. Die Preise sind auf dem neuen Niveau stabil. Rotbuchenfaserholz wird bei ebenso stabilen Preisen rege nachgefragt, Eschenfaserholz ist problemlos zu vermarkten.

Die Nachfrage nach Energieholz ist weiterhin groß. Die Preise sind je nach Region stabil bis steigend. Bei Qualitätsbrennholz ist die Nachfrage aktuell aufgrund des bislang sehr milden Winters und der Vorziehkäufe im Vorjahr gering. Zum Start der nächsten Heizsaison ist aber wieder mit einer deutlichen Belebung zu rechnen. Daher sollten bei freien Kapazitäten dementsprechende Lager aufgebaut werden.

Bei allen Sortimenten gilt, dass vor dem Ernteeinsatz ein Schlussbrief mit Liefermengen und Preisen vereinbart werden soll, um Planungssicherheit für alle Beteiligten bestmöglich zu gewährleisten. Alle Informationen rund um die Holzvermarktung sind auch auf www.holz-fair-kaufen.at zu finden.

Welche Steuersätze beim Holzverkauf gelten

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum Dezember 2022 bis Anfang Jänner 2023 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13%, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13% und für Rundholz 20% anzuwenden, erklären die Experten der LK Österreich.

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