Baum des Jahres: Interessante Fakten über die Tanne

Die Weißtanne ist der Baum des Jahres 2015. Daher hat das Kuratorium Wald eine Broschüre erstellt, die alle wichtigen Fakten über die Tanne zusammenfasst. Wir haben einige für Sie zusammengefasst.

Baum des Jahres: die Tanne

(Bildquelle: )

Die Weißtanne (Abies alba) wurde vom Kuratorium Wald und dem Ministerium für ein lebenswertes Österreich (BMLFUW) zum Baum des Jahres 2015" ernannt. Sie ist wertvoller Bestandteil vieler heimischer Waldgesellschaften. Aufgrund ihrer Gefährdung durch Wildverbiss oder durch die Förderung wirtschaftlich interessanterer Baumarten verzeichnete sie enorme Rückgänge. Mit der Nominierung der Weißtanne zum Baum des Jahres 2015 soll auf die ökologischen sowie ökonomischen Potentiale, genauso wie auf die Gefährdung dieser bedeutenden heimischen Nadelbaumart aufmerksam gemacht werden.

Ab sofort sind eine ausführliche Broschüre zur Weißtanne sowie das Plakat Baum des Jahres 2015" gegen einen geringen Unkostenbeitrag beim Kuratorium Wald erhältlich. Bitte senden Sie bei Interesse einfach ein E-Mail an: kuratorium@wald.or.at

Tanne

Tannen sind wichtige Bestandteile vieler heimischer Waldgesellschaften. (Foto aus der Broschüre Weißtanne vom Kuratorium Wald)

Fakten über die Weißtanne:

  • Während der letzten Eiszeit (vor 20.000 Jahren) kam die Weißtanne nur am Balkan, den Pyrenäen und dem Apennin vor. Vor etwa 6.000 Jahren breitete sie sich erst in den Alpen aus. Zusammen mit der Buche bildete sie damals die Baumschicht der mittleren und höherern Lagen.
  • Im antiken Griechenland waren Tannen der Göttin Artemis und dem Meergott Poseidon geweiht. Das ist der Grund, warum Schiffsmasten aus Tanneholz hergestellt wurden.
  • Die alten Germanen verehrten die Tann förmlich, denn diese galt als Wohnsitz der Erntegeister. Sie beschenkten die Tanne mit kleinen Gaben, die sie an ihre Zweige hängten. So enstand der Brauch des Christbaumschmückens.
  • Weisstannen ist ein Dorf im Weisstannental in der Gemeinde Mels im schweizerischen Kanton St. Gallen.
  • Die üblicherweise bezeichneten Tannenzapfen meist von Fichte und Kiefer stammen, da die Zapfen der Tannen nicht als Ganzes zu Boden fallen.
  • Die Zapfen stehen aufrecht an den Ästen. Im Herbst fallen die Samenschuppen von den Zapfen, übrig bleibt die Zapfenspindel, welche mehrere Jahre am Baum stehen bleiben kann.
  • Es gibt weltweit etwa 50 Tannenarten (Gattung: Abies).
  • Tannenwälder gehören zu den produktivsten Waldtypen in Österreich.
  • In Dornbirn steht eine Tanne, die zum Naturdenkmal ernannt wurde. Sie ist 46m hoch und hat einen Stammumfang von 4,5m.
  • Weißtannen zählen zu den am tiefsten wurzelnden Nadelbäumen Europas. Das Herzwurzelsystem kann bis zu 10m erreichen.
  • Tannentee aus jungen Zweigspitzen oder Zapfen ist aufgrund seiner zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffe gesundheitsfördernd.
  • Ätherisches Tannenöl wirkt antiseptisch, harntreibend, durchblutungsfördernd, krampflösend und schweißtreibend.
  • Die Weißtanne war bis zum 18. Jahrhundert aufgrund ihres reichen Vorkommens im deutsprachigen Raum der beliebeste Christbaum. Abgelöst wurde sie von der Fichte.
  • Weißtannen leisten einen großen Beitrag zur Arten- und Lebensraumvielfalt.
  • Wenn Sie zwischen dem 2. und 11. Jänner oder zwischen dem 5. und 14. Juli geboren sind, dann ist die Tanne ihr persönlicher Lebensbaum.


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